Uriah Heep – Conquest

Die großen Erfolge lagen schon etwas länger zurück. Free Me, Lady in Black, Easy Livin, Gypsy, Bird of Prey und und…..
Das Album aus dem Jahre 1980 sollte mein Einsteig in de Heep-Welt werden. Er wurde zur großen Enttäuschung. Kein Hardrock, eher West-Coast, Arena, bzw. Stadion Rock ala Styx, REO Speedwaggon, Journey usw. Auch in den folgenden Jahren, wenn mir die Platte beim Umzug oder beim Umsortieren in die Hände fiel, konnte mich die Scheibe nie überzeugen. Nun nach über 3o Jahren, finde ich Gefallen an dem Werk. Gut, ein Meilenstein ist die Scheibe nicht, aber durchaus wohlgefällig und nach konzentrierten hören entdeckt man einen verborgenen Schatz. Vielleicht liegt es aber auch nur daran, das meine Schläfen grauer geworden sind und ich etwas ruhiger, wenn auch nicht unbedingt weiser.

Conquest heißt ja Eroberung. Die Platte hat mich auf jeden Fall erobert, es war ein harter Kampf 😉

Conquest: Erinnert wirklich an Yes oder Supertramp. Wirkt etwas funkig. Beim zweiten Hören aber durch aus gängig.

Imagination beginnt düster und langsam. Danach nimmt der Song an Fahrt auf. Könnte auch von eiem älteren Manfred Mann Album stammen. Schwachpunkt: Die Stimme.

Fellings: Hat was, der eingespielte Applaus und die Gitarre sorgen dafür, dass das Teil gleich richtig los rockt. Auch wenn es etwas von Glamrock hat. Für mich eines der Highlights

Fools. Schöne Ballade, nein was für eine Ballade mit einer so was von genialen Gitarre.

Carry on: Der Song ist schnell und wird im Hintergrund von der Orgel dominiert, die Gitarren versuchen immer wieder die Vorherrschaft zu erringen. Ein schöner Rocksong. Erinnert auch etwa an Styx.

Won’t Have To Wait Too Long: Hmm, naja. Das wirklich ein Song, der irgendwie chaotisch daherkommt. Der hat mich nicht so richtig überzeugt.

Out on the Street: Düster, fast elegisch im Anfang. hat etwas von Led Zep und Robert Plant. Sehr abwechslungsreich und immer wieder überraschend. Der Song hat etwas und daher gibt es ihn im Anschluss auch als Hörprobe. Den Rest findet Ihr auch bei Youtube zum reinhören.

It ain´t easy: Das Beste kommt zum Schluss? Auf jeden Fall der einzige Song, der ein Hit hätte werden könne, wenn die Presse das Album nicht von Anfang an zerrissen hätte.

Schade, das die vielen personellen Änderung dafür gesorgt haben, das ein großartige Band fast von der Bildfläche verschwunden ist.

Fazit: kein echtes Heep Album. Der Sänger passt einfach nicht. Wobei durchaus hörbar und gehört mit zu Styx Paradise Theatre zum meinen Prog.Rock Lieblingen. Die Platte hat einfach eine Chance verdient.

Uwe Abel

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Ein Gedanke zu „Uriah Heep – Conquest“

  1. Nee. nachdem sich David Byron rausgesoffen hatte, war da nix mehr mit Uriah Heep – hab noch irgendwo die „Innocent Victim“ rumstehen, das war meine letzte von denen. Die sind leider nie wieder an Sachen wie Gypsy, Easy Living, Wizard oder Stealing rangekommen…..

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