Als ich Ingo Insterburg traf.

Als das Jahr mit der versehentlich falschen Neujahrsansprache begann, weil die ARD die des Vorjahres ausgestrahlt hatte, stellte sich die Frage: Wird es ein gutes Jahr? Für mich leider nicht. Das Jahr 1987 was für ein Jahr. Das Jahr in dem ich Ingo Insterburg traf. Aber erst mal ein paar Fakten.

Berlin wurde 750 Jahre alt. Die Linke Szene veranstaltet den 1.Mai neu und dann war da noch er Volkzählungsboykott.

Der Privatflieger Michael Rust landete mit einer Cessna nahe des Roten Platzes in Moskau und sorgte für enormen Wirbel.

Zur 750-Jahr-Feier besuchte  Ronald Reagan West-Berlin und sprach vor dem Brandenburger Tor. Dass er dabei auch gleich Michael Gorbatschow aufforderte, die Mauer niederzureißen, war Wasser auf die Mühlen der DDR-Bürger. Für ein besonderes Licht am Horizont sorgte die Entdeckung der Supernova „1987A“. Man konnte sie mit bloßem Auge sehen.  Die Barschel-Affäre blieb trotz der Supernova nebulös. Sie konnte den einstigen Ministerpräsidenten Uwe Barschel nicht davon abhalten, sich in einem Genfer Hotelzimmer das Leben zu nehmen.

Die Bangles walkten like an Egyptian. Na ja die Musik Szene war so lala. Ich stand mehr auf New Order- True Faith usw. Obwohl Black mit Wonderful Life konnte ich nicht oft genug hören. Oder die Nits mit Dutch Mountain. Die Überscheibe war aber Joshua Tree von U2. Dann waren da noch die Sisters of Mercy und Def Leppard.

Ab zurück zum Ursprung. Im Sommer war ich mit meiner ersten Frau Sabine auf einer „Kunstmeile“ an der Straße des 17. Juni. An einem Stand standen ein paar Damen und Herren, alle mit einem T-Shirt Abel Live in Action. Ungefähr so geschrieben „Abelive in Action“ Wir kamen kurz ins Gespräch. Es handelt sich um eine Band aus, hmm habe ich vergessen.  Auf jeden Fall habe ich dann auf Anfrage mal meinen Personalausweis gezeigt. Daraufhin zog sich der Chef der Truppe das Shirt aus und schenkte es mir. Er hatte vorher mit seiner Frau gewettet, dass wenn ich den gleichen Namen hätte, würde er mir sein Shirt schenken. Das T-Shirt gibt´s heute noch, wird aber nicht mehr getragen 😉

Schon wenige Stunden später war aber Schluss mit lustig. Jetzt kommen wir dazu, wie ich Ingo Insterburg kennen gelernt habe. In de beginnenden Dämmerung waren wir noch rund um den Kudamm unterwegs. Mein ganzer Stolz damals. Ein Ford Taunus Baujahr 75, 1,6 Ltr, 88 PS in silber. Ich fuhr gerade die Paulsborner Str. in östlicher Richtung und wollte links auf die Brandenburgische Str. einbiegen um dann auf de Kudamm die Laser Installation anzusehen. Im Augenwinkel sah ich einen Motorrollerfahrer. Leicht abgelenkt, stellte ich zu spät fest, dass ich den entgegenkommenden Verkehr übersehen hatte. Folge Ein Mercedes rammte uns. Voll in die Beifahrerseite. Zum Glück nur Blechschaden. Der Rollerfahrer blieb als Zeuge vor Ort. Als die Polizei die Personalien aufnahm war nicht nur bei den Beamten die Überraschung groß. Ihr ahnt es, der Roller Fahrer war Ingo Insterburg. Klasse, das lernt man mal einen lokalen Helden und Star kennen und dann ist man mit so einem blöden Unfall beschäftigt. Habe ganz vergessen mir ein Autogramm geben zu lassen.

Wir haben den Abend dann noch in Alice´s Wonderland verbracht. Ich habe mich mit Southern zugeschüttet und das war’s dann.

Bleibt noch zu erwähnen, das der Wagen wirtschaftlich gesehen ein Totalschaden war. Egal ein neues Auto war eh nicht drin. Meine Frau hat mich zwei Monate später verlassen und ich stand knietief im Dispo. Na ja, danach konnte es nur noch besser werden. Auf jeden Fall habe ich versucht die von Ingo gemachten Erfahrungen zu überprüfen, fast wie in folgendem Lied beschrieben 😉

Uwe Abel

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