Zu Spät? Von Wegen!

Die Bürgerinitiative ProNatur Schönwalde Glien hat am 15.12. in der GVV die gesammelten Überschriften gegen die Abholzung des Waldes abgegeben. Natürlich war uns bewusst, dass dies mehr oder weniger nur ein formaler Akt war. Wir wollten ein Zeichen setzen und belegen, dass sich in Schönwalde engagierte Bürger zusammenschließen können um etwas zu bewegen. Der Wald für den wir vorrangig kämpfen steht aber auch als Symbol für die Notwendigkeit sich mehr für die Kommunalpolitik zu interessieren und einiges zu ändern und zwar zum Wohle der Bürger.

Henrik Hanske hat es in seiner kurzen Rede und im Rahmen der Diskussion erklärt. Natürlich müssen wir uns die Kritik gefallen lassen, dass wir uns erst recht spät damit befasst haben. Henrik Hanske sagte dazu, dass die Verwaltung nur das Notwendige tut um ein Mindestmaß an Information zu erfüllen. Der Wunsch nach mehr Transparenz und Information macht sich aber überall breit. Wie bekommt der Bürger die Informationen? Die meisten wissen nicht, welche Auswirkungen ein B-Plan hat. Die umfangreichen Texte sind ja auch nicht immer verständlich. Nur wenn es Mitbürger gibt, die Sachverhalte publik machen und auf eigene Kosten und unter Einsatz von viel Zeit die Leute mobilisieren, bewegt sich etwas. Die Verantwortlichen sträuben sich wie eine Katze, die man baden will. Letztes Beispiel Heiko Müller (SPD), Bürgermeister in Falkensee. Der sich wehrt das Bürgerinformationssystem „Der Maerker“ einzuführen.

In unserem Fall hat es ja auch eine Weile gedauert. Meine Aktivitäten im Internet haben mehr Interesse gefunden als ich erwartet habe. Gespräche und Diskussionen haben dann zum Projekt Adlerauge und letztendliche auch zu Gründung von ProNatur Schönwalde-Glien e.V. geführt und das Interesse wächst weiter. Jetzt aber Schluss mit dem Eigenlob zurück zum Thema.

Immerhin ein Teilerfolg: Das Angebot des Bürgermeisters einen Termin mit dem Eigentümer, den Berliner Stadtgütern zu vermitteln und sogar den Termin zu begleiten hat uns angenehm überrascht. Dass es übrigens tatsächlich noch eine Alternative gibt ist uns bereits seit einiger Zeit bekannt. Leider ist es bisher nicht möglich gewesen Gespräche aufzunehmen.

Auch über das Presseecho (Links am Ende des Textes) kann man geteilter Meinung sein. Herr Rachner hat in der Mark Online wirklich fair und sachlich berichtet. Der Bericht wird sicherlich auch am Wochenende in der Brawo zu finden sein. Ganz anders die Märkische Allgemeine. Der Artikel ist nicht neutral geschrieben und enthält auch einige Fehler. Die Bürgerinitiative hat sich nicht wegen der Aktivitäten von Herrn Beigel zu dem Thema gegründet, sondern wegen der Aktivitäten der Adleraugen. Netterweise hat die MAZ, Frau Schwenger-Holst im Artikel eine Plattform zur Meinungsäußerung gegeben. Die wiederum nutzt die Möglichkeit schlecht und argumentiert unsachlich. Unter anderem unterstellt sie der Initiative Sozialneid. Na ja, wenn Sie meint. Die meisten von uns haben ein eigenes Haus, einen sehr guten Job oder eine eigene Firma. Es gibt sicherlich keinen Grund, warum wir neidisch sein sollten. Bei den Problemen, die Frau Schwenger sicherlich mit der Sanierung des Schlossgutes hat und in Zukunft haben wird will ich nicht mit ihr tauschen. Der Ausbau der L20 wird sicherlich das nächste Problem werden. Die Polofans werden in 2012/2013 ein groß Umleitung in Kauf nehmen müssen um zum Schlossgut zu gelangen. Die unsachlichen Kommentare von Frau Schwenger Holst, die uns ja auch schon mal gerne als Pestilenz bezeichnet, belegen mal wieder die mangelnde Bereitschaft eine Lösung zu finden. Bedauerlicherweise setzt Herr Fischer in seinem Kommentar „Zu Spät“ noch eines drauf, auch wenn er für uns auch lobende Worte findet.

Herr Fischer, natürlich werden wir Mehrheiten in einer Demokratie akzeptieren. Die Mehrheit hat deswegen aber noch lange nicht immer Recht oder handelt richtig. Kritik darf daher immer geäußert werden. Darum geht es aber eigentlich nicht. Der Bürger braucht ein Mehr an Information um rechtzeitig und einfacher Kenntnis zu erlangen, welche Tragweite die Entscheidungen der gewählten Volksvertreter haben. Warum? Damit er sich rechtzeitig engagieren kann. Es wäre wünschenswert, wenn die lokale Presse dazu auch etwas mehr beitragen würde. Von einem Kleinkrieg kann nicht die Rede sein. Jedenfalls nicht von unserer Seite. Wir haben uns irreführenden Äußerungen sofort korrigiert. Ich habe das Engagement von Frau Schwenger immer gelobt. Wenn man sich allerdings die Äußerung von Frau Schwenger ansieht, kommt man vielleicht zu einem andern Schluss. Lautstark? Ja! Mann muss Laut und deutlich reden um Gehör zu finden. Natürlich ist dieser Wald erst der Anfang, wir werden sicherlich noch viele Themen finden, für die wir uns engagieren werden. Das „zu Spät“ ist auch nicht korrekt. Es ist nie zu spät sich für mehr Demokratie einzusetzen. Außerdem haben wir immer noch ein Ass im Ärmel.

Uwe Abel

Artikel Mark Online / Brawo

MAZ

Kommentar Herr Fischer

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