Immerhin ein Anfang

Spandau Am 11.08.11 war ich nicht der einzige, der kopfschüttelnd im Altstadtcafe zurückblieb. Der Masterplan für die Altstadt, den uns hier Herr Kleebank (SPD) präsentiert hatte, war wohl eher ein Desasterplan. Also völlig unstrukturierte und überhaupt nicht überzeugend.Und jetzt nach der Wahl? Was wird aus den Plänen? Wir hatten ja innerhalb der Xing Community einige Ideen, von denen ich einige festgehalten hatte. Sicherlich auch nicht alles realistisch, aber immerhin auf jeden Fall ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich war erleichtert, das Herr Kleebank bei der Verteilung der Ressorts relativ ungefährliche Aufgaben zugeteilt bekam. Um das wichtige Thema Wirtschaft und auch die Altstadt wird sich Herr Röding(CDU) kümmern. Eine schwierige Aufgabe, wie auch auf dem Web-Portal Mein Spandau zu lesen ist. Herr Röding wird wohl Nägel mit Köpfen machen und nicht lange über Kunst und Kultur reden. Ein Anfang ist gemacht, auch wenn er noch etwas zäh ist.

Das Spandauer Stadtplanungsamt hat eine Studie erstellen lassen. Es gibt Überlegungen eine Altstadtagentur zu gründen. Daher wurde eine Umfrage unter den Gewerbetreibenden durchgeführt. Die geplante Agentur aus Mitteln der „Initiative Aktionsräume plus des Berliner Senats“ finanzierte werden. Ziele der AAG sollen unter anderem der Aufbau eines Netzwerkes und Unterstützung für Unternehmen anzubieten. Mitwirken sollen das Bezirksamt, der Wirtschaftshof, Eigentümer und Partner für Spandau.

Die Befragung der ca. 120 Passanten und 500 Befragungen ist bereits erfolgt. Die Auswertung ergab, das gerade mal 10% geantwortet hatten. Das ist mehr als Üblich. Man muss sich aber wirklich fragen, wie groß das Interesse der Gewerbetreibenden ist. Man muss schon selbst etwas dazu beitragen um die Altstadt in Schwung zu bringen.

Für mich war es keine neue Erkenntnis, das ein Hauptproblem das Umfeld und der Wettbewerb ist. Die Altstadt leidet unter den starken Zentren in Tegel, Mitte, City West, Schlossstraße, Dallgow und sogar Wustermark. Auch das zweite Problem, die Kaufkraft dürfte uns allen bekannt gewesen sein. Wir haben halt eine großen Zuzug an Hartz IV Empfängern. Laut dem Vortrag stellen die Arcaden keine Konkurrenz dar. Trotz Überschneidungen gibt es eine eher ergänzende Funktion. Das habe ich auch nie abgestritten. Allerdings fehlt eine sinnvolle Anbindung der Altstadt an die Arcaden und den Bahnhof. Auch dazu gab es innerhalb der Xing Community Spandau gute Vorschläge.

Im Vortrag wurde auch die hohe Anzahl der Billigläden kritisiert und eine schlechter Mix, was die Geschäfte angeht angeprangert. Der Geschäftemix richtet sich im Moment aus meiner Sicht nach der Kaufkraft und die ist halt schlecht. Für einen anderen Geschäftemix müsste auch erst einmal ein Umfeld geschaffen werden. Die Frage. Was machen wir zuerst?. Wie holen wir solventes Publikum in die ALtstadt und wie bekommen wir attraktive Geschäfte in die Altstadt und vor allem welche?

Ein Altstadt-Logo soll es geben. Das die Altstadt eine Marke werden soll, habe ich schon mal irgendwo gehört, wo nur. Man muss einen Leitgedanken entwickeln und Überzeugungsarbeit leisten um den Rest Berlins von der Qualität Spandaus zu überzeugen, so hieß es wohl in dem Vortrag. Es wird höchste Zeit, das damit angefangen wird

Das beste kam wirklich zum Schluss Helmut Kleebank stellte eine Frage. „Was soll die eigentliche Idee sein? Es müsse eine sein, die von der Mehrheit getragen wird. Die AAG dürfe kein Selbstzweck sein und sich am Schluss nur selbst verwalten.“ Diese Frage wurde ihm auf seiner Veranstaltung am 11.08 ja auch gestellt. Eine Antwort bleibe er bis heute schuldig. Die Bewertung des Vertreters der IHK war nicht sehr schmeichelhaft. Die Bewertung bezieht sich wohl aber eher auf die Präsentation. Viele empfanden Sie sehe pauschal und auch auf jede andere Stadt anwendbar.

Eigentlich gab es nicht wirklich neue Erkenntnisse. Mit dem Reden muss jetzt endlich Schluss sein. Es muss gehandelt werden. als erste Maßnahme würde ich vorschlagen, das man sich der Anbindung an die Arcaden, den Bahnhof und die Zitadelle annimmt.

Uwe Abel

4 thoughts on “Immerhin ein Anfang”

  1. Uwe, du schreibst:

    > Wir haben halt eine großen Zuzug an Hartz IV Empfängern.

    Kannst du a) definieren, was für dich ein „großer Zuzug“ bedeutet und b) kannst du diese Aussage (Betonung auf „großer“ Zuzug) irgendwie belegen?

    LG Emu

    1. Hatte schon mal darüber geschrieben http://wp.me/pR9CJ-iz Es zeihen eher arme nach Spandau. Auch wurde neulich über die Verschuldung der Spandauer berichtet. Das sind wir wirklich, im negativen Sinne ganz weit vorne. Du hast recht groß ist ein schwammiger Begriff. Es geht um das Verhältnis zu andern Bezirken.

      Uwe

  2. Ganz unrecht haben Sie nicht Herr John. Soweit ich weiß ist die Altstadt ja fest in der Hand von wenigen, die durchaus in der Lage wären da etwas zu machen. Aber es mangelt an dem Wille dazu. Röding muss jetzt endlich liefern. Aber etwas mehr als Kunst und Kultur, wie Herr Kleebank verschlägt darf es schon sein. Wie gesagt irgendwie ist das alles ja auch nichts neues.

    Uwe Abel

  3. Wie war das noch mal, – die CDU regiert den Bezirk seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten und Herr Röding ist als Baudezernent auch schon fast so lange dabei und es ging mit der Altstadt bergab und bergab und bergab.
    Mit dem Reden sollte jetzt wirklich endlich mal Schluss sein und alle an einem Strang ziehen.
    Vielleicht auch mal die Gewerbemieten senken, damit auch „normale“ Geschäfte bleiben können.

    Ernst John

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