Wald soll Poloplatz weichen.

Unter diesem Titel berichtete am 12.11.11 der RBB über die angespannte Lage in Schönwalde RBB Link und auch als Download.

Schön, das wir es geschafft haben, das Thema einer breiten Öffentlichkeit nahe zu bringen. Auch die Heftigkeit, mit der Frau Schwenger Holst auf die Initiative reagiert hat,nämlich durch Einschaltung eines Anwaltes, wird dazu beigetragen haben, das sich die Medien dafür interessieren. Das kann nur gut für die Bürgerinitiative ProNatur sein. Naturschutz ist in und die Bürger sind immer für den vermeintlich kleineren und Schwächeren

Der ca. drei minütige Bericht gab allen Parteien die Möglichkeit Stellung zu nehmen. Melanie Stein, Sprecherin der Bürgerinitiative hob hervor, das jeder Wald schützenswert ist, gerade, wenn er für den Spaß einiger weniger geopfert werden soll. Die Initiative demonstrierte ihre Liebe zu den Bäumen.

Frau I.Schwenger-Holst, von der Schlossgut GmbH und Co. KG erklärte, dass der Poloverein als Mieter von Anfang an dabei. Man könnte die Aussage auch so interpretieren, dass man auf die Mieteinnahmen nicht verzichten kann um die bevorstehenden Projekte zu realisieren.

Bodo Oehme(CDU) und Bürgermeister der Gemeinde wies darauf hin, das die Bäume gefällt werden dürfen, aber nur wenn gleichzeitig, die Betonung liegt auf gleichzeitig, eine Ersatzpflanzung(2,5) vorgenommen wird. Ich denke wenn die Bäume fallen, werden wir darauf achten, dass sich auch an diese Vorgaben gehalten wird.

Als letztes, und das beste kommt ja immer zum Schluss, äußerte sich die Gemeindevertreterin Ines Zock (parteilos). Sie unterstrich nochmal die Sinnlosigkeit, wertvollen Baumbestand für einen umstrittenen Sport zu opfern. Der Poloplatz dient nur dazu, 10 mal im Jahr um Polo zu spielen.

Fazit: Der Bericht mach deutlich, das der Wald erhaltenswert ist. Das der Poloplatz nicht der Allgemeinheit dient. Laut Frau Schwenger Holst wird der Berliner Poloverein als Mieter weiter benötigt. Also dient der Polplatz nur zu Sicherung der Mieteinnahmen? Überzeugt haben in dem Bericht Frau Zock und Frau Stein. Ich werde ProNatur weiter unterstützen. Nach diesem Bericht ist klar, wem die Sympathien der Bürger gehören werden. Der BI ProNatur! Bleibt zu hoffen, das auch die Verantwortlichen des Schlossgutes ein einsehen haben und von der unsinnigen Abholzung absehen.

Uwe Abel

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7 Kommentare zu „Wald soll Poloplatz weichen.“

  1. Polo Sport Schönwalde…Jeder hat ja zum Glück seine eigene Meinung, aber diese Freizeitbeschäftigung einiger weniger Reichen ist aus MEINER SICHT maßlose Tierquälerei. Polo ist aus MEINER SICHT eine ausnehmend tolle Sportart für Menschen, die Pferde hassen. Geckenhaft in bunten La Martina Trikötchen zugepflastert mit Werbestickern und ein weithin sichtbares Lotteriegrinsen thronen diese „Übermenschen“ auf den durchhängenden Pony-Rücken und halten sich für was Besseres. Beinahe „königlich“, ist anzunehmen!!! Royale Tierbenutzer? Wer diesen angeblichen „Sport“ genauer beobachtet und sensibel die Körpersprache der Pferde mustert, der wird schnell zu einer vernünftigen Einschätzung dieser Tierausbeute kommen, oder? Keep it Nature Fränky

    1. Auch aus meiner Sicht ist Polo Tierquälerei. Ebenso Springreiten usw. Mit unserer Meinung, dass Polo Tierquälerei ist, stehen wir ja auch nicht alleine da. Wenn also Polo Tierquälerei ist, könnte man die Leute die diesen Sport betreiben auch als Tierquäler bezeichnen. Wie gesagt könnte man, machen wir aber nicht.

      Uwe Abel
      (Meine persönliche Meinung)

  2. Liebe Waldfreunde, ACHTUNG der RBB Bericht liegt jetzt im RBB Archiv.
    Link anbei. ◆◆◆ fight for the nature and for yourself ◆◆◆
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    Herzliche Naturgrüße Frank

    http://www.rbb-online.de/rbbaktuell/archiv/index.html

  3. Es ist alles Möglich.

    Ich frage mich nur warum Landschaftsschutzgebiet, Naturschutzgebiet in dem sich der Wald befindet. Wozu das alles, wenn man sich damit den Hintern abwischen kann und das alles doch nichts zählt. Ah, Moment, für die Politiker, die sich damit rühmen, sich dessen verschrieben zu haben, ist es wichtig. Aber nur bis der Wahlkampf vorüber ist, denn danach interessiert es keinen mehr.

    Die Bäume haben zweihundert Jahre und länger gebraucht um so gross und stattlich zu werden. Eine Vielzahl von Tieren haben dort Ihr Zuhause.

    Aber, wir bekommen ja laut Herrn Oehme mehr Wald zurück. Die Frage wo und dann muss er erst wachsen. Andere Poloclups mieten sich auf dem Maifeld ein oder weichen auf andere vorhandene Turnierplätze aus. Aber nein, wir können demnächst auch die Olympischen Spiele hier in Schönwalde austragen, wir müssen nur ein paar Wohnhäuser dafür abreissen. Das was stört und unbequem ist, muss eben weg. Mein Gott, was solls.

    Wir kämpfen weiter. Ich hoffe das war erst der Anfang und wir können weiter auf euch alle zählen.

  4. Der RBB Bericht war mir persönlich zu flach.Hier ist die Rede von Sport.! Sport nenne ich verschiedene Bewegungs-, Spiel- und Wettkampfformen die mit körperlichen Aktivitäten zu tun haben.Polo ist doch bitte kein Sport.HHHmmm… Sehe ich Ausschnitte von Polo Veranstaltungen dann seh ich aufgerissene Mäuler von Pferden, klitschasse Pferde, aufgerissene Augen.Und gegen so einen „Sport“ hab ich was, ebenso wie gegen Military, Springen, und und und. Sobald ein Lebewesen nur noch ein Objekt ist, sollten sich die Besitzer ein anderes Hobby anschaffen (was bitte, bitte nichts mit Tieren zu tun hat). Und dafür soll Eurer Wald verschwinden?? Eine Demütigung für jeden Naturfreund
    M.N

  5. Ich habe das Ganze bisher nur am Rande verfolgt. Einerseits finde ich es sehr lobenswert, dass das Schlossgut restauriert wurde und der Gemeinde als „Zugpferd“ dienen soll. Gegen diese Idee ist wahrlich nichts zu sagen. Vermutlich hat man, indem man dem Polo-Club die Fläche zur Verfügung gestellt hat, aus der Not eine Tugend gemacht und es ist natürlich für Investoren immer ganz praktisch, wenn einem ein potentieller Partner erhalten bleiben soll. Auch wäre – prinzipiell – nichts dagegen zu sagen, Baumbestand zu „erneuern“. Allerdings wurden im Film (ohne dass es angesprochen wurde) sehr alte Bäume gezeigt, wenn mich nicht alles täuscht. Da beginnt dann in der Tat, das Herz zu bluten und man muss sich tatsächlich fragen, ob man das Gelände und die streitbefangene Fläche nicht auf andere Weise verwenden kann, so dass sie nach wie vor ein Zugpferd ist, ohne alten Baumbestand entfernen zu müssen. Vielleicht wäre es sinnvoll, sich gemeinsam über eine sinnvolle und für die Umgebung attraktive Nutzung Gedanken zu machen.
    Den wirtschaftlich positiven Faktor konnte ich bisher auch nicht erkennen. Ich denke, dass mit vielen kleineren Aktivitäten auf dem Gelände und rund herum ebenso Einnahmen möglich sind, die dann jedoch nicht nur für einen kleinen Kreis attraktiv sind, sondern für Kind, Kegel und Hund.

  6. Wenn man den Sachverhalt richtig versteht, handelt es sich hier um einen Circulus vitiosus – die Katze beisst sich in den Schwanz, soweit ich informiert bin, ist Frau Schwenger-Holst zumindest Mitglied dieses Poloclubs – zahlt sich im Prinzip selbst die Miete, die sie braucht um einen tierquälerischen Sport zu betreiben. Der Wald soll nur deshalb weichen, weil einige Geschäftemacher auf Kosten der Allgemeinheit und von Tieren, die nicht gefragt werden, sich eine „goldene Nase“ verdienen wollen. Alles Andere ist reine Augenwischerei!

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