Treffen der Naturfreunde Schönwalde

Am 17.10.2011 um 19 Uhr haben sich die Naturfreunde von Schönwalde getroffen. Es waren ca. 40 Personen anwesend. Die BI wollte die weitere Vorgehensweise besprechen. Es kam aber anders. Vom Förderverein des Schlosses war Herr Pullem anwesend, der sich ganz allein in die Höhle des Löwen getraut hatte. Herr Pullem ist rhetorisch gut geschult und sehr selbstsicher, wirkte aber auch etwas dominant und konnte sich daher gut zur Wehr setzen. Schon von Anfang an wollte er Frau Stein ins Wort fallen. Natürlich ging es um den Flyer der BI, der zugegeben, nicht ganz perfekt und professionell ist. Frau Melanie Stein stellte die leichten Abweichungen und geografischen Ungenauigkeiten richtig. Eine entsprechende öffentliche Erklärung bzw. Unterlassungserklärung wird noch folgen. Die folgende Diskussion wurde danach sehr emotional und leidenschaftlich geführt. Zur Eskalation kam es, als eine Zuhörerin bei Herrn Pullem ein Diktiergerät entdeckt und vermutete, dass die Sitzung aufgezeichnet wurde. Nachdem die Sitzungsleitung (Gemeindevertreterin Frau Ines Zock) das gerät an sich genommen hatte trat wieder Ruhe ein. Herr Pullem macht sich dann fast von jedem der sich zu Wort meldete eine Notiz und notierte auch viele Namen der Anwesenden.

Herr Pullem war anscheinend auch nicht mit der Kompetenz ausgestattet verbindliche Zusagen zu tätigen. Jedenfalls antworte er sehr unverbindlich und teilweise sehr ausweichend. Scharf wurde von ihm kritisiert, dass die Unterschriftensammlung in Zusammenhang mit dem Flyer, der falsche Fakten enthält durchgeführt wurde. Er behauptete die Leute wären vorsätzlich getäuscht worden. Anscheinend möchte man die gesammelten Unterschriften für ungültig erklären. Laut der Anwältin der BI ist die Unterschriftensammlung aber völlig korrekt. Man muss sich natürlich fragen, warum Frau Schwenger Holst und Herr Pullem eine weitere Sammlung von Unterschriften versuchen zu verhindern. Übrigens kann jeder unterschreiben. Wer also eine Unterschriftenliste haben möchte kann mich gerne kontaktieren. Sympathisch war mir ein anwesender Herr, der versucht hat das ganze wieder auf eine sachliche Ebene zu bringen. Leider scheiterte dies an den Emotionen aller.

Herr Pullem behauptete auch, dass die Bürger rechtzeitig über das Vorhaben informiert gewesen sind. Das stimmt so auch nicht. Die erste Reaktion seitens des Fördervereins erfolgte nämlich erst nach den ersten Artikeln im Internet auf dem Blog hier und bei den Adleraugen. Die Auslegung des B-Planes reicht halt nicht um die Bürger zu informieren. Aber die mangelhafte Informationspolitik und die Involvierung der Bürger in solche wichtige Prozesse bleibt ein stark zu verbesserndes Thema.

Es hat aber wenig Sinn jetzt alle Details der Diskussion und den verhärten Fronten wiederzugeben. Fakt ist: Die Bürge möchten auch verscheiden Gründen den Wald erhalten, damit aus Schönwalde nicht doch noch Schönheide wir. Sei möchten, das der Waldsiedlungscharakter erhalten. Das Verhalten der Polofreund vom Schloss findet überhaupt keine Zustimmung. Die Gegenseite scheint auch in keiner Weise Kompromissbereit zu sein. Herr Pullem versprach zwar die Vorschläge und Wünsche mit zu Frau Schwenger zu nehmen, aber en ein Entgegenkommen glaubt nach diesem Abend kaum einer. Die Forderung der BI. Verzicht auf die Abholzung des Waldes und den Poloplatz, bzw. Wahl einer anderen Variante und Rücknahme der anwaltlichen Schreiben und Unterlassungserklärung.

Uwe Abel

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12 Kommentare zu “Treffen der Naturfreunde Schönwalde”

  1. Der „liebe Frank“ sollte erstmal vor seiner eigenen Tür kehren und seine nicht grade knappen Schulden* bezahlen bevor er hier große Reden schwingt… Bis vor Kurzem fühlte er sich noch als Polopersönlichkeit. Kaum von dort verstoßen macht er hier auf Ökobeauftragter… Unglaublich.

    *Hinweis: Herr Langhanke stellt klar, das die Aussagen über seine Finanzen falsch sind. Der Administrator stellt fest, dass solche Aussagen belegt werden müssen. Ich weise den Verfasser daraufhin, dass sich hieraus ein Rechtsstreit ergeben kann.

    1. Es ist mir unverständlich, warum hier jemand persönlich angegriffen wird. Ich hoffe Sie können Ihre Aussagen ggf. auch beweisen. Es geht um den Wald und das nicht nur ich die Meinung vertreten das bestimmte Pferdesportarten, wie auch Polo Tierquälerei sind. Der Umgang der Politik mit der Öffentlichkeit in diesem Zusammenhang. An einem Dialog scheint ja Frau Schwenger Holst und Sie nicht interessiert zu sein. Es schön zu sehen, wie die Bereitschaft in der Bevölkerung wächst, sich für den Erhalt des Waldes einzusetzen.

      Uwe Abel

    2. @poloinvest: Hier äußert sich jemand sehr persönlich und beleidigend. Keine noble Geste aus Ihren „royalen“ „Sportkreisen“. Merken Sie sich eines, wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen 3 Finger zurück. Wie sieht es denn mit Ihren Schulden aus Mr/Mrs. „poloinvest“ oder hatten Sie soviel Geld auf „der hohen Kante?“. Wer derartig mit Dreck wirft, hat es nötig, die eigenen Hände bleiben schmutzig. Möglicherweise ziehen sich jetzt an Ihrem Projekt interessierte Investoren nach dieser erbärmlichen Attacke zurück. Denn es ist eigentlich jedem mit etwas Verstand unter dem Cappy klar, dass die Art, wie mit Tieren umgegangen wird, der gleichen Art entspricht, wie man mit Menschen umgeht was Sie hiermit bewiesen haben). Da Sie offenbar weder an Tier- noch Naturschutz interessiert sind, fordere ich Sie hiermit auf, sich bei Herrn Langhanke öffentlich zu entschuldigen, der mehr Zivilcourage im kleinen Finger besitzt als es Ihnen je in den Sinn kommen würde.

    3. @Poloinvest: Unglaublich ist, dass Sie es wagen, auf eine persönliche Situation von jemanden hinzuweisen, von der Sie vorgeben, sie zu kennen. Sollten Ihre Angaben stimmen, ist dies eine Verletzung der Intimspäre. Jedem potentiellen Investor würde ich abraten, sich in solche Vorhaben einzulassen, in denen sich sog. „Investoren“ herumtreiben, denen es an Stil und Klasse fehlt und die möglicherweise deren persönliche Situation in die Welt hinausposaunen . Allein der Ausdruck „verstoßen“ entbehrt nicht einer gewissen Lächerlichkeit und sollte nicht ernsthaft bewertet werden. Für meine persönliche Empfindung beweisen Antrag und Empfang von Fördergeldern in Höhe von 200.000,– € ebenfalls eine nicht „zu knappe“ Schuldenlast des Schönwalder Poloprojekts. Wo bleibt Ihre Entschuldigung? Übrigens mit zugeklapptem Visier kämpfen ist mehr als schäbig. Geben Sie sich zu erkennen, zeigen Sie, wer Sie sind!

    4. Danke Herr Abel und danke auch für die IP-Adresse! Ich habe kein Problem mit diesem Artikel, es ist halt deren Art und Weise, da kann man nix machen. Das könnten wir auch, aber auf jenes Niveau lassen wir uns nicht herab.Wir haben heute über unsere Tiertierrechtsorganisation rechtlichen Rat eingeholt. Zum Thema: Kaum von dort verstoßen…: völliger Unsinn, dort bleibt doch niemand freiwillig der die Tiere genauer beobachtet und diese Glorifizierung von Tierausbeute live erlebt. Es gibt in der Tat auch nette Menschen in diesem Segment, es waren einschliesslich Hamburger Bürger. Achja und noch etwas ….p.s die einzigsten Polopersönlichkeiten in diesem „Sport“ die ich kennenlernte waren die armen Pferde…sie verdienen Hochachtung und Respekt….sie tun mir leid.
      Gruss Frank

      1. Na das nenne ich mal eine angemessene Reaktion. Die Polofreunde mal wieder als unter die Gürtellinieschläger entlarvt. Da ist man aber erschrocken, das jemand der diesen Sport gefördert hat, nach einem längeren Blick hinter die Kulissen sein Meinung ändert und sich für den Tierschutz einsetzt. Ja mein Gott, was nun? Was macht man gegen einen Kompetenten Fachmann, der das schändliche Tun entlarven könnte. Argumente liefern? Nein diskreditieren und bloßstellen. Wir lassen uns nicht einschüchtern.

        Uwe Abel

    5. Hallo, das ist ja ein guter Blog – “Freude“ – endlich mal Menschen die den A in der Hose haben gegen diesen offensichtlichen “Tiermissbrauch“ ihre Stimme zu erheben. Uns wundert es nicht dass ein Poloinvest Typ seine Gelddruckmaschine verteidigt. Wer von Ihnen hat jemals ein Polo Sport Spiel live gesehen? Ob nun bei Ihnen Polo Sport in Schönwalde Glien oder Polo Sport am Beach Polo Timmendorfer Strand – es ist eine brutale Ausbeute und wir sagen klar Pferdemissbrauch! Das Allerschlimmste am Polo Sport ist diese wilde Zügelreisserei! Und dann noch in Verbindung mit Sperrhalfter und Martingale…das Pferd hat keine Chance, dem Schmerz im Maul zu entgehen. Die Polo Ponys bekommen die steinharten Bälle ab die über den Polo Platz sausen, Schläger ins Gesicht, Danke das Sie das Wort für die Polo Pferde erheben, es ist höchste Zeit diesen Zeitvertreib für die Reichen und Schönen zu verbieten!!!!!!!

  2. Vielen Dank für die sehr gute Berichterstattung.

    Diese verzweifelten Versuche/Taten treiben uns doch nur weiter voran. Wir werden die Bewohner in Schönwalde jederzeit über den Stand der Dinge nach bestem Wissen und Gewissen informieren.

    Es ist schön zu sehen, dass unsere Bi immer mehr Zuspruch findet und die Zahl der Unterschriften, nicht nur gegen die Waldrodung, täglich mehr werden. Wir sind auf dem richtigen Weg und reihen uns damit in eine von vielen kleinen, sinnvollen Bewegungen ein.

    Unterstützt uns auch weiterhin mit euren Beiträgen und eurer Unterschrift.

    Vielen Dank

    Melanie Stein

  3. Jeder lebendige Baum ist ein Schutzwall gegen den Klimawandel. Das aber scheint bei einigen unbelehrbaren Gestrigen noch nicht angekommen zu sein!!!!! Gruss Frank +

    ———————————-

    Achtung TV Tipp für Umweltbewusste und vor allem für engagierte Waldschützer eine Pflichtsendung.

    Der Klimawandel – Ist die Welt noch zu retten? Dokumentation – Auf VOX Samstag, 22.10.2011 – 20:15 Uhr

    Inhalts-Auszug: Temperaturrekorde im Frühjahr, sintflutartige Regenfälle in einem Sommer, der den Namen nicht verdient. Während Weihnachten die weiße Pracht in den Bergen weniger wird, kämpft das nördliche Flachland gleich zwei Jahre hintereinander mit den Schneemassen. Früher hieß es banal, das Wetter spiele verrückt, heute glaubt auch die Wissenschaft: Der Klimawandel ist schuld. Aber was bedeutet das für die Zukunft?

    In Brandenburg zum Beispiel könnten veränderte Niederschlagsmengen zu langen Dürreperioden führen. Die landwirtschaftlichen Erträge würden dabei, so eine wissenschaftliche Prognose, um durchschnittlich zwei bis sechs Prozent sinken, das Waldbrandrisiko hingegen stark zunehmen. Schon jetzt liegen die Niederschläge in Brandenburg etwa 20 Prozent unter dem deutschlandweiten Durchschnitt – Tendenz abnehmend. Wissenschaftler und Förster kümmern sich schon jetzt um den Schutz der Waldbestände, indem sie nach trockenresistenten Bäumen suchen. (Text Quelle: http://www.vox.de/fernsehprogramm)

  4. Als Umwelt-, Natur- und Tierschützer sehe ich täglich, wie Gewinnstreben sich über Umweltschutz- und Tierschutzgesetze hinwegsetzt. Es interessiert dabei die jeweiligen Investoren nicht, ob die Zukunft der Kinder und Kindeskinder sich auf einem artenarmen und geplünderten Planeten abspielen wird, die Hauptsache schnelles Geld. Es sind immer wieder die gleichen Abläufe zu beobachten, ob bei Unilever, dem Margarineproduzenten, der den Regenwald für seine Palmölplantagen rodet, die Tigermörder in Russland und Asien, die Elfenbeinmafia, die in Afrika und Asien gut organisiert, die letzten Elefanten töten lässt, oder die Wohlstandswilderer Europas, die aus Prestige alles abknallen, was ihnen unerlaubter Weise vor die Flinte kommt – allen liegt das gleiche Vorgehensmuster zugrunde: Drohung und Vertreibung, keine Achtung vor dem Leben, Ausbeutung von Tieren und Menschen.
    Ausbeutung ist das Grundübel der Welt, besonders verachtenswert, wenn es sich um die Ausbeutung von Tieren handelt, die sich nicht wehren können gegen die Machenschaften des Menschen. Es spielt dabei keine Rolle, ob es sich um Massaker an Robben und Walen handelt, industrielle Abfischung, Tierqual-Zuchten, Massentierhaltung, Forschungslabore, Folter-Transporte oder kommerziellen Pferdesport. Die „besondere Behandlung“ der Pferde im Springreiten und beim Hindernisrennen ist mittlerweile jedem Freizeitreiter bekannt, die der Polo-Ponys auch dem Laien offensichtlich. Jeder Laie sieht in den oftmals weit geöffneten Augen die pure Angst des zu widernatürlichen Leistungen gezwungenen Tieres. Wir Tierschützer berufen uns auf das seit 2002 im Grundgesetz verankerte Tierschutzgesetz. Vielleicht wird durch solch einen „Schau-Prozess“ die Unsinnigkeit des Polo“sports“ der breiten Masse bewusster und diese „Sportart“ steht schneller auf dem Index als es manchem lieb sein könnte!
    Mit herzlichen Mutter Erde Grüßen Frank Langhanke

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