Agon nie wieder?

Mit dem Begriff Agonie verbindet jeder etwas Quälendes, Schmerzhaftes. Innere Schmerzen bereitete mir der Besuch des Möbelhauses Agon in Falkensee. Zur Eröffnung hatte das Möbelhaus ein umfangreiches Rahmenprogramm aufgefahren. Musik, Getränke, reichlich Essen, Autogrammstunde mit Axel Schulz usw. Kulinarisch sind wir auf jeden Fall auf unsere Kosten gekommen. Die Ernüchterung kam, als wir uns das Möbelhaus von innen angesehen haben. Da haben wir oft nur noch mit dem Kopf geschüttelt.

Eine wichtige Regel für den Verkauf lautet:“ Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance!“. Unser erster Eindruck, die sind nicht rechtzeitig fertig geworden. Das vielleicht noch nicht alle Ausstellungsstücke da waren, lässt sich ja noch erklären und durch geschickte Stellweise kaschieren. Das die Möbel aber dreckig waren, ist mir nicht verständlich. In den Spiegeln konnte man sich nur sehen, wenn man vorher den Staub entfernt hatte. Nächstes Mal bringe ich mir einen Lappen mit. In den Schubladen lagen Krümel, Sägespäne und tote Tiere. Möbel waren nicht zusammen geschraubt oder schlecht montiert. Einmal wäre uns beinahe eine Garderobe entgegen gekommen, An vielen Möbeln fehlten die Preisschilder. Also wir dann endlich ein Objekt unser Begierde gefunden hatten, mussten wir erst einmal einen kompetenten Ansprechpartner suchen. An dem Kojenbett für unsere Tochter fehlte nämlich auch das Preisschild. Der Möbelberater musste dann erst mal den Prospekt suchen, um uns zu informieren. Immerhin er bemühte sich redlich. Als wir dann den Preis hörten sind wir nach hinten über gefallen. Gott sei Dank stand hinter uns auch ein Bett. Entweder hatte er sich vertan oder an irgendeiner nicht sichtbaren Stelle war das Bett vergoldet. Ganze 598,00 Euro wollte Agon dafür haben, ohne Lattenrost und Matratze. Betten mit vergleichbarer Qualität kosten woanders maximal 200,00 Euro.

Agon hat bei uns keinen guten ersten Eindruck hinterlassen. Auch bei andern Gästen hielt sich die Begeisterung in Grenzen. Das wäre aber für das Überleben des Möbelhauses wichtig. Schon mal darüber nachgedacht, warum wohl der „Märkische Polstermarkt“ aufgeben musst? Die Konkurrenz im näheren Umfeld ist ja groß. Auch in Spandau gibt es eine ganze Reihe von Möbelhäusern. Da sollte den Kunden schon das Preisleitungsverhältnis überzeugen.

Mein Tipp: Nächstes Mal weniger Rahmenprogramm oder auf die Autogrammstunde verzichten und lieber ein sauberes und perfektes Geschäft präsentieren. Ob wir dem Möbelhaus eine zweite Chance geben, wissen wir noch nicht.

Uwe Abel

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