Vision Masterplan

Spandau Wenn ich etwas kritisiere, sollte ich ja vielleicht auch einmal mit alternativen Vorschlägen oder einem Lösungsansatz aufwarten können. Nun bin ich ja kein „gelernter“ Politiker sondern ein ganz einfach gestrickter Bürger, der sich so halt seine Gedanken macht.

Über den Masterplan der SPD und Herrn Kleebank zum Thema Altstadt habe ich nicht viele gute Worte verloren. Beim Schreiben habe ich mich gefragt was würdest du denn machen, wenn du zu entscheiden hättest. Dabei waren die Anregungen aus der Veranstaltung von den Gästen und meinen Freunden der Xing Community hilfreich. Das ganze Thema ist so komplex, das ich glaube hier auch nicht alles im Detail zu beleuchten zu können.

Auf die Idee mit der Kunst wäre ich vermutlich nicht unbedingt gekommen. In einem zweiten Schritt oder wohl dosiert in kleinen Schritten ist die Idee nicht schlecht. Auch die Ausschilderung zu den historischen Orten würde ich noch überarbeiten, das ist uns schon früher aufgefallen. Das ist wie gesagt aber nicht alles. Hier findet man übrigens eine interessante Aufstellung: Skulpturen in Spandau.Man könnte ja mal eine Versammlung der Spandauer Buddybären machen oder Modelle/Kopien von nicht mehr existenten Skulpturen aufstellen.

Auf jeden Fall ist eine aktive Einbindung des Wirtschafthofes und der Geschäftsleute notwendig. Es gibt dort Geschäftsleute, die schon viel für Spandau und die Altstadt getan haben, Frau Germershausen von Brose, Frau Fliegel vom Wirtschaftshof, Herr Höhn von Floridas Eis um nur einige zu nennen.

Wie weitgreifend die Problematik ist, sieht der Spandauer Geschäftsmann an der Tatsache, dass die Kaufkraft sinkt. Ursache ist der Zuzug von immer mehr Hartz IV Empfängern aus der City. Den Zuzug können wir nicht verhindern. Ich warne auch vor einer Stigmatisierung der Hartz IV Empfänger und deren Ausgrenzung. Oberstes Ziel sollte daher ein Beschäftigungsprogramm sein, um die Leute wieder in Lohn und Brot zu bringen. Auch der Bezirk Spandau kann hierfür sicherlich etwas tun. Parallel sollte es aber durchaus Geschäfte geben, die auch für diese Klientel interessant sind. Die gibt es auch, ich denke da an z.B. OXFAM. Vielleicht könnte man auch die Arbeitskraft nutzen um die Altstadt etwas schöner zu gestalten. Wichtig wäre mir auch, dass die Spandauer etwas für die Kinder der Hartz IV Empfänger tun. Zum Beispiel Kurse und Führungen zum Thema Spandauer Geschichte.

Bezüglich der Sauberkeit muss auch noch einiges getan werden. Die Bänke dürfen auch in Zukunft nicht von Biertrinkern blockiert werden. Ehrlich gesagt die „Pinkelrinne“ würde ich ersatzlos streichen und abreißen. Wir haben festgestellt, dass gerade abends, die Sicherheit ein Problem ist. Die Beleuchtung muss verbessert werden. Gerade wenn ich Kunst in der Altstadt präsentieren will muss diese vor Beschädigung geschützt werden. Diese wichtige Anregung kam von Herrn Dieball. Wobei wenn ich an die Geschicklichkeitsspiele vor Karstadt denke, die sehen noch intakt aus und haben den Vandalismus bisher gut überstanden.

Insgesamt muss mehr Leben in die Altstadt. Wenn in den Arcaden richtig noch was los ist, werden in der Altstadt schon die Bürgersteige hochgeklappt. Auch hier müsste Spandau die Geschäftsleute mehr einbinden. In einem Forum fiel das Wort Altstadtsatzung. Etwas Ähnliches müsste es auch für unsere Altstadt geben, dass die Geschäftsleute mehr Verantwortung für den Raum vor ihrem Geschäft übernehmen aber auch mehr Rechte bekommen. Die Verpflichtung Veranstaltungen zu unterstützen, bzw. daran teilzunehmen müsste dort ebenso verankert werden wie die Verpflichtung zu Sonderöffnungszeiten. Geschäfte in den Arcaden oder ähnlichen Centern müssen z.B. Bußgelder zahlen, wenn sie ihre Geschäfte am Sonntag nicht öffnen. Auch die Anregung eines Bewohners der Altstadt, dafür zu sorgen, dass die Kirchen länger offen bleiben ist eine sehr gute Idee. Die Spandauer Altstadt hat einige Pfunde mit denen es zu Wuchern gilt.

Da wären wir bei einem zentralen Punkte des Masterplanes. Auf allen Zubringern nach Spandau soll Werbung für die Altstadt gemacht werden. Sicherlich lässt sich dort mit der Firma Wall / Die Draussenwerber eine sinnvolle Kooperation gestalten. Auch Künstler könnten wir dort mit einbinden. Werbung in Form einer Keramiksäule gab es z.B. schon mal an der Pichelsdorfer Ecke Heerstraße. In den Arcaden wird ein Altstadtshop installiert, damit die Arcadenbesucher dorthin geführt werden. Inklusive Souvenirverkauf. Frau Mainz vom Satt und Selig hatte auch die Idee im Bahnhof Abreißzettel zu platzieren, z.B. mit einem Altstadtplan. Auch in, bzw. an der U-Bahn ist Werbung wichtig. Gerade die Besucher, die unsere Zitadelle über die U-Bahnhöfe Zitadelle und Altstadt Spandau besuchen, bekommen oft nicht mit, welche Möglichkeiten die Altstadt bietet. Wie wäre es denn schon mit Werbung am Flughafen? Okay, das hat sich dann in Tegel bald erledigt. Werbung in den Hotels. Viele meiner Gäste wohnen im Centrovital oder im Holiday Inn. Dort gibt es Werbeständer mit Veranstaltungshinweisen und Ausflugstipps. Spandauer Altstadt? Fehlanzeige. Das muss geändert werden. Auch der von der Grünen Perspektive angesprochene Fahrradtourismus soll gefördert werden. Spandau ist grün und wir sollten dafür sorgen, dass uns die Fahrradtouristen nicht alle ins Havelland abwandern.

Ja und dann wäre da noch die alte Hauptpost. Möchte nicht wissen, wie viele Besucher diese Ruine schon abgeschreckt hat. Wir wissen dass der Investor, der übrigens auch mit dem Autohaus Kroymanns auf die Nase gefallen ist, nicht gerade kooperativ ist. Als nicht ganz einfach eine Lösung zu finden. Abreißen und ein Parkhaus draus machen, wie Herr Salecker meinte ist ein Ansatz. Ich würde aber neben dem Parkhaus oben auf dem Dach noch einen Club oder eine Disco installieren. Hier sollte eine Mehrfachnutzung möglich sein. Zu prüfen wäre auch die Nutzung im Rahmen mit Wassersport und Kreuzfahrtterminal. Ich denke an Ideen mangelt es hier nicht

Auch ein Thema; Barrierefreiheit. Gerade in einer Altstadt ist das Thema schwer umzusetzen. Oft steht da der Denkmalschutz im Wege. Lösungsansatz wäre z.B. ein Stadtführer, der auf Hilfen hinweist, oder einen Begleitservice für Rollifahrer. Für die kleinsten würde ich auch das Notinselprojekt in der Altstadt umsetzen.

Wie gesagt, das ganze ist so komplex, das wir wahrscheinlich noch ganz andere Aspekte berücksichtigen müssen. Alles greift ineinander und braucht jemanden, der eine Vision hat. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt, das die Unterstützung vieler benötigt.

Uwe Abel

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Ein Kommentar zu “Vision Masterplan”

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