Exitus & Drugs & Rock n´Roll

Das Motto der coolen und jungen Wilden war Sex and Drugs and Rock n´ Roll. Nach zu viel Drugs, war es dann schnell vorbei mit dem Rock n´ Roll und dem Sex. EXITUS!

Das jüngste Opfer dieser Menschen vernichtenden Maschinerie Musikbusiness heißt Amy Winehouse. Klar, keiner hat Sie zum saufen gezwungen und Drogen zu nehmen. Aber der Druck auf die Künstler ist groß. Das Business ist gnadenlos und verzeiht keinen Misserfolg. Das Leben eines Stars mag für uns „Normalos“ eine gewissen Reiz haben, zwingt aber die Stars dazu ein normales Leben aufzugeben. Ist das wirklich erstrebenswert. Nicht mehr einfach mal abends spontan eine Pizza zu essen oder sich ein Film im Kino anzusehen. Einfach mal mit Freunden Treffen oder eine Pressetross im Nacken zu haben?

Amy ist jetzt Mitglied in einem Club. Dem Club der 27er. Nicht sehr erstrebenswert aber eine recht seltsame Geschichte. Brian Jones, Janis Joplin, Jimi Hendrix, Jim Morrison und Kurt Cobain. Alle starben mit 27. Genau wie Amy. Scheint wohl kein gutes Lebensjahr für Drogen konsumierende Rock Musiker zu sein. „Live fast, love hard, die young“ ? Alle starben an Drogen oder an den Folgen des Drogen, bzw. Alkoholkonsums. Nur Kurt Cobain half noch mit einer Schrotflinte nach. In seinem Abschiedsbrief heißt es. „It’s better to burn out than to fade away“ heißt es in seinem Abschiedsbrief, Es ist besser auszubrennen, als zu verblassen. Die Angst vor dem Alt werden? Wer weiß was die Helden unserer Jugend wirklich gequält hat und sie dazu gezwungen hat sich systematisch zu zerstören. Die beste Droge ist immer noch ein klarer Kopf.

Was auch nachdenklich stimmt, ist das der Tod eines einzelnen Stars mehr beschäftigt, als das Massaker und die Anschläge in Norwegen oder das 10.000 fache Sterben in Somalia. Das mag verschiedene Ursachen haben. Die Wahrheit liegt vermutlich tatsächlich in dem Ausspruch, der Stalin zugeordnet wird. Ein einzelner Toter ist eine Tragödie; eine Million Tote sind eine Statistik. Wenn ein Popstar stirbt gibt es für uns ein Gesicht, viele haben sich mit der Person identifiziert, werden an die Musiker, Konzerte und Fernsehauftritte erinnert. Die vielen Toten in Oslo oder Somalia oder anderswo sind nur ein Zahl ohne Gesicht und damit verbundenen Taten. Ist unsere Gesellschaft schon so abgestumpft, dass uns dies nicht mehr berührt?

Uwe Abel

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