Facebook & Bohrmaschinen

Internet Eigentlich weiß ich gar nicht mehr, was der Auslöser war. Irgendwann im Juli 2009 habe ich mich bei Xing angemeldet. In weiteren Verlauf meiner Aktivitäten wurde meine Neugier geweckt. Was so alles im Internet möglich ist? Das Experiment Social Network wurde gestartet. Also noch schnell einen Blog bei WordPress eingerichtet und bei Twitter und Facebook angemeldet.

Nach zwei Jahren im Netz frage ich mich, wie viel Social Media usw. braucht der Mensch. Welche Plattformen und Programme soll man benutzen. Als Entscheidungshilfe gibt es inzwischen reichlich Literatur und Experten, die Seminare anbieten um damit ein Schweinegeld zu verdienen, natürlich auf Kosten der Nutzer. Wie nutze ich Xing richtig und wie mache ich mit Twitter und Facebook meine erste Million? Nein nicht Ihre Million ist gemeint, sondern die der schlauen Ratgeber. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen wollte ich also noch einmal persönlich Bilanz ziehen.

Das ganze Xing, Facebook und unendlich viele andere sind ja ein Werkzeug zur Eigenwerbung, was immer man darunter auch verstehen mag. Vergleichen wir das mal mit dem Werkzeug Bohrmaschine. Bloß weil ich mehre Bohrmaschinen habe, benutze ich die ja nicht täglich und bohre wahllos Löcher in die Wand und um ein Bild aufzuhängen reicht ja auch mal ein Nagel in der Wand. Die Bohrmaschine sagt mir auch nicht wo, wie tief und wie groß ich Löcher bohren muss, dass muss ich immer noch selbst entscheiden. So ähnlich sollte man auch mit Facebook, Twitter Xing und Co. umgehen. Mit Bedacht sollte man überdenken was man damit anstellt, damit sich nach her nicht die eigene „Persönlichkeitswand“ als brüchiger Schweizer Käse herausstellt. Also welche Bohrmaschine nutze ich wann und wo in Zukunft. Zukunft?

Xing: Die Businessplattform hat sich aus meiner Sicht zum Nachteil entwickelt. Nach dem letzten Facelift finde ich Xing zu unhandlich und unübersichtlich. Sieht mir irgendwie zu Facebook-like aus. Mir fehlt die individuell gestaltbare Startseite. Außerdem bin ich in zu vielen Gruppen angemeldet. Ich denke ich werde mein Engagement in einigen Gruppen auch als Moderator zurückfahren und mich auf die Gruppen und Aktivitäten konzentrieren, die auch etwas mit meinem Beruf zu tun haben. Vielleicht ändert sich ja noch was bei Xing, damit das Arbeiten damit wieder Spaß macht. Wenn nicht, müsste ich mir wirklich Gedanken machen, ob ich mir mein Premium Mitgliedschaft noch leisten will.
Bei Xing kann jeder auch Artikel, Personen usw. weiterempfehlen. Das geht auch über Twitter.

Twitter: Nutze ich persönlich hauptsächlich als Multiplikator. Damit verbreite ich meine mehr oder weniger geistreichen Ergüsse im Netz. Manchmal auch nur zum Spaß. Problem ohne Filterung ist das ganze zu unübersichtlich. Ein sinnvolles Hilfsmittel um hier Eigenwerbung zu machen ist das Thema paper.li. Ich finde es spannend seine eigene Zeitung zu erstellen. Das Ganze ist noch nicht ausgereift, aber das experimentieren damit mach Spaß. Das werde ich auf jeden Falls weitermachen.

Die Verlinkung mit Xing ist schon einer gute Sache. jeder Profi weiß, das er mit dem Tag #FB auch gleichzeitig in Facebook posten kann.

Facebook: Geht es wirklich nicht ohne Facebook? Facebook nutze ich hauptsächlich als politischen Spielplatz und auf regionaler Ebne, sowie als Multiplikator. Da mein Arbeitgeber das kritisch sieht, halt ich mich hier über berufliche Dinge zurück. Eine Lehre aus der Vergangenheit; es ist nicht sinnvoll über jeden Pups zu schreiben. Ganz unsäglich finde ich die Verlinkung mit irgendwelchen Programmen, die den Standort des Users verraten, da freut sich doch jeder Einbrecher, wenn er weiß, das der Wohnungsbesitzer gerade in der Dorf-Disco ist. Auch die ganzen Spielanfragen nerven und entpuppen sich nach anfänglicher Begeisterung als Zeitdiebe. Etwas umständlich ist auch das selektieren der Postings.

Google+: Gerade das Thema mit den selektieren von Postings über Listen scheint Google+ mit seinen Circels gut zu lösen. Bisher macht Google+ einen guten Eindruck. Mal sehen, wie viel von meinen Facebookfreunden sich hier anmelden. Eines wird in Zukunft nur gehen. Entweder beleibe ich bei Facebook oder wechsle zu Google+

Dann wäre da noch mein Blog: Heißt das nun „Der Blog“ oder „Das Blog“? Wikipedia meint: Beides ist richtig. Ein Web-Logbuch soll das ganze sein. Nicht mehr ganz so oft und gezielter werde ich hier weiter schreiben. Manchmal lustig, mal auch provozierend und dann einfach nur wieder völlig banal und sachlich. Wozu man halt Lust hat.

Die entscheidende Frage heißt, was ist mein Ziel. Eine Frage, die wir schon oft diskutiert haben. Personal Branding und Selbstmarketing hatten wir schon mal in der UTA als Thema.Besser man macht das selber, bevor es andere tun. Ein allgemeingültiges Rezept gibt es nicht. Was sinnvoll ist darf jeder selbst herausfinden.

Zurzeit probiere ich noch aus, wie Yasni, Linked.in und Netlog funktioniert und ob es sinnvoll ist sich dort zu betätigen. Stayfriends lass ich so nebenbei laufen und auf „Wer-kennt-wen“ bin ich glaube ich nur noch eine Karteileiche. Auf allen Plattformen kann man sich nicht aktiv betätigen, sonst läuft man Gefahr, dass „Real Life“ zu verpassen. Viele kritisieren, dass der User zu transparent wird und einige Plattformen wahre Datenschleudern sind. Das Problem, wenn ich meine Firma oder Person im Netz präsentieren will oder das Ziel habe meinen Bekanntheitsgrad zu steigern, muss ich auch etwas von mir preisgeben. Nur was und wie viel zu welchem Zweck notwendig ist, muss reiflich überlegt sein.

Mich würde schon mal interessieren, was Ihr so für Pläne habt. Die Diskussion ist eröffnet.

Uwe Abel

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