Schublade: Untergrund aus Samt?

Neulich erst hatte ich ein Gespräch. Es ging darum, das man Menschen in gedanklich in eine Schublade steckt. Das kann positiv oder aber auch negativ interpretiert werden. Ich sehe das eher positiv und nicht als Vorurteil. Auch die Menschen, über die ich heute schreibe passen in eine Schublade, oder besser doch in mehrere.

Es geht um Crystal Stilts und ihr Album „In love with oblivion“. Sänger Brad Hargett und J.B. Townsend gründeten die Band 2003. Die Schublade: Garage-Pop, Post-Punk, Psychedelic.

Aber so einfach ist das nicht, vor allem wenn man das neue Album hört.
Während die Nadel des Plattendrehers durch die Rillen der A und B Seite furcht, gehen ständig neue Schubladen auf. Nee, spuken tut es bei mir im Keller nicht. Ein Deja Vu jagt das nächste. Die Grabesstimme erinnert an eine Mischung von Jim Morrison und mehr noch an Ian Curtis von Joy Division. Aber auch immer wieder Velvet Underground klingt durch. Andy Warhol hätte seine wahre Freude gehabt. Nicht nur musikalisch ehren Crystal Stilts die Band von J. Cale und Lou Reed. Wie seinerzeit Mo Tucker, verzichtet Rose auf eine Sitzgelegenheit und trommelt im Stehen.

Ja und dann doch wieder die Doors, deutlich zu erhören bei Alien Rivers. Tamburine, Orgelteppich und der Gesang. Orgelteppich ist auch ein Stichwort. Crystal Stilts (Kristall-Stelzen) zaubern Melodienteppiche die einen durch eine kleine Zeitreise führen. Ein Wunderland manchmal hypnotisch und auch düster.

Anspieltipps u.a. „Shake The Shackles“ oder „Invisible City“.

Ich kann nicht anders, hier eine Hörprobe!

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