Grasgeflüster

Rasen mähen. Kann man machen muss man aber nicht. Es sei denn, man hat ständig die beste Ehefrau im Nacken. Das mit dem Mähen geht aber noch, selbst inklusive Kanten schneiden ist bei unserer Grundstücksgröße eine überschaubare Arbeit. Das Hauptproblem ist die Entsorgung. Bis letztes Jahr war das kein Problem, konnten wir doch alle unsere Gartenabfälle locker auf dem leer stehenden Grundstück gegenüber entsorgen. Könnten wir immer noch machen, allerdings gehe ich davon aus, dass diese den neuen Bewohnern nicht gefallen wird.

Nun muss ich die Abfälle in Falkensee zu Galafa bringen. So gehört sich das aber auch. Heute saß mir der Schalk im Nacken, als ich mich beim Platzmeister meldete und sich der folgende Dialog ergab.

Ich:“Moin“
Der Platzmeister:“ Moin, was darf es sein“
Ich:“ Ja, ich habe da zwei Säcke mit feinstem Rasenschnitt, gemäht mit einem Gardena Akkumäher im Morgengrauen. Frisch und saftig. Nordost Hang.“
Der etwas irritiert guckende Pm: „Das macht zwei Euro.“
Ich: „Wie mehr nicht? Dafür steh ich morgens extra früh auf um ihnen hier das frischeste Gras zur Weiterverarbeitung zu liefern und sie wollen mich mit 2,00 Euro abspeisen?  Also ich will mindestens 10 € pro Sack für diese Top Qualität. Der Mäher hat ein nagelneues Messer. Das ist der Schnitt von mindestens 300 m². Der Rasen wurde vorher sogar gedüngt und wächst wie der Teufel“
Der PM: „Nein, sie müssen bezahlen, für die Entsorgung. Lesen Sie bitte die Gebührenordnung.“
Ich:“ Ja und was machen Sie dann mit dem Gras?“
Platzmeister sichtlich genervt: „Das wird weiterverarbeitet und kompostiert. Die Komposterde wird dann verkauft.“
Ich: „Aha, also doch. Sie bereichern sich und ich muss auch noch zahlen. Das ist ja Ausbeutung. Das kann ich auch selber.“
Der PM: „Zahlen sie jetzt die 2€ oder nicht?“
Was blieb mir übrig. In Zukunft werde ich mein Gras im Reservereifen über die Grenze bringen und dort verticken.  Geibt bestimmt dankbare Abnehmer. Aber vielleicht ist doch ein eigener Komposter die beste Lösung. Auf jeden Fall günstiger als jede Woche 2,00 Euro zu zahlen. Ich werde mein Gras selber weiter verarbeiten. Schade, dass man das Zeug nicht rauchen kann.  Auf jeden Fall könnt ihr demnächst prima Dünger bei mir kaufen

Uwe Abel

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2 Kommentare zu “Grasgeflüster”

  1. Hallo Grasexperte,

    nach jeder Phase, in der man das Gras wachsen hört, kommt zwangsläufig die Phase, in der der gewucherte Wildwuchs sinnvoll recycled werden muss.
    Ein doppelwandiger Thermokomposter erledigt das im Handumdrehen Sommers wie Winters.
    Insbesondere ausgelaugte Kaffeefilter sind ein wahres Aphrodisaikum für Kompostwürmer.
    Wie nennt man das eigentlich bei diesen Viechern?
    Würmeln?
    Die ersten 1000 Stück oder mehr könnte ich aus der Jagowstraße als Spende besorgen, denn dort wird vor allem Kaffee getrunken.

    Gruß Ernst John

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