Nur ein grünes Strohfeuer?

Der Parteienforscher Oskar Niedermayer beschäftigte sich in Falkensee mit dem Erfolg der Grünen. Nach seiner Ansicht ist dies nur ein Strohfeuer und voraussehbar, das dieser Erfolg schnell wieder vergehen wird. Schade, das ich nicht im Bürgerhaus in Finkenkrug mit dabei sein konnte.

Nach Meinung von Niedermayer fehlt der Partei die soziale Bandbreite. „Vergessen Sie das Gerede von der Volkspartei.“ Grüne Wähler bilden nach seiner Meinung „nicht annähernd“ ein Abbild der durchschnittlichen Wählerschaft. Für eine Volkspartei sei das aber zwingend. Im Vergleich zum Durchschnitt seien Wähler der Grünen extrem hoch gebildet, arbeiten häufig in kreativen Berufen und verdienen gut: „Grüne Wähler kämpfen mit denen der FDP um die Krone des höchsten Einkommens“

Welche Botschaft enthält diese Aussage? Also Grüne Wähler sind nur Lehrer und Künstler und haben reichlich Kohle? Ich weiß ja nicht, wie der gute Mann darauf kommt. Im Umkehrschluss bedeutet das ja wohl, dass Wähler der anderen Parteien nicht zur geistigen Elite gehören. Ich verkneife mir jetzt dazu einen bissigen Kommentar.

Es mag wohl sein, dass das Hoch nicht von Dauer ist. Es kommt darauf an was wir Grünen daraus machen. Ich denke die Wahlergebnisse in Bremen, die ja auch ein Erfolg für die grüne Politik sind, beweisen, das wir nicht nur von Fukushima Katastrophe partizipieren. Das Thema ist in den Medien nicht mehr so präsent und in der Nähe von Bremen gibt es kein AKW. Nee, stmmt nicht, habe doch glatt das AKW Unterweser unterschlagen.

Na ja Niedermayer ist halt Experte. Der bin ich auch und ich sage: Tot gesagte leben länger. Grün wird noch lange eine Farbe im politischen Spektrum bleiben, die dominiert. Die Wähler werden erkennen, das wesentlich mehr Substanz dahinter steckt, als Niedermayer vermutet. Ein Strohfeuer? Nein das wird wohl eher ein Dauerbrenner in Kombination mit einem Flächenbrand.

Auch Stefan Kuschel hat erkannt, was die Grünen, z.B. in Falkensee so bewegen.„Aber auch in der Kommunalpolitik ist es der Ton, der die Musik macht. Und den haben die Grünen allemal zu einem angenehmeren Klangerlebnis gemacht. Sei es in der SVV oder im Kreistag, wo es jetzt neben vielen Platituden bisweilen anspruchsvolle Darbietungen gibt“.

Uwe Abel

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2 Kommentare zu „Nur ein grünes Strohfeuer?“

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