Déjà-vu, es quält mich.

Déjà-vu kommt aus dem französischen und bedeutet schon gesehen. Weiter heißt es in der Wikipedia: „…..qualitative Gedächtnisstörung, das sich in dem Gefühl äußert, eine neue Situation schon einmal erlebt, gesehen oder geträumt zu haben.“ „Es tritt beim gesunden Menschen vereinzelt spontan, im Zustand der Erschöpfung oder bei Vergiftungen (vor allem mit Nervengiften wie Alkohol oder halluzinogenen Drogen) gehäuft auf. Als Begleiterscheinung von Neurosen, Psychosen oder organischen Hirnerkrankungen, vor allem des Temporallappens, können Déjà-vu-Erlebnisse ebenfalls gehäuft auftreten.“

Mit diesem Wissen im Hintergrund, habe ich mich noch mal mit dem Text des Songs von Spliff, der auf dem Album 85555 erschienen ist, beschäftigt. Die Bedeutung der seltsamen Textzeilen von Déjà-vu blieben mir bis heute verschlossen. Was wollten die Jungs von Spliff uns damit nur sagen? Welche Botschaft steckt hinter den Zeilen? Selbst Google konnte mir nicht so richtig weiterhelfen. Den Text gibt es hier: Deja Vu

Es gibt Quellen, die davon sprechen, das der Text politisch motiviert sein soll, andere behaupten er hat überhaupt keinen Sinn, Textfetzen wurden aneinander gereiht, weil sie einfach gut passten und kryptisch wirkten.

Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen. Jeder kann für seine „wilde Zeit“ etwas hinein interpretieren. So bekommt der Song etwas ganz individuelles für Jeden. Auch ich werde mein Leben irgendwann hier im Blog aufschreiben, aber noch nicht jetzt. Die Zeit ist noch nicht vergangen, sondern sie liegt noch vor uns. Vielleicht gelingt es ja noch die Zeilen zu deuten und ich muss noch mal raus für 1000 Nächte und Tage auf See. Aber vielleicht sind wir im übertragenen Sinne doch die letzten von 110. Unser Wasser riecht nach Gift und unser Regierung ist ein toter Vogel der bald stirbt. Frage ist nur, wer die Rolle des roten Hugo übernehmen muss. Ich bin jetzt raus jetzt steh ich hier. Für mich bedeutet der Song im Moment so ein wenig den wehmütigen Blick auch eine vergangene, wilde und schöne Zeit in meinem Leben. Mir ist, als hätte ich das schon einmal erlebt.


Uwe Abel

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4 Kommentare zu „Déjà-vu, es quält mich.“

  1. Psychose…. Ich habe dieses Lied meinem,
    seit Jahren unter schitzophrenie leidenen
    Bruder geschickt. Ich war nur noch genervt,
    weil sich nie was verbessert hat und Wahnvorstellungen, Selbstmordversuche
    in immer kürzeren Abständen passierten.
    Unsere Kommunikation beschränkte sich dann auf das Senden von Song-Links und
    er kritzelte nur noch Glaubenssätze und
    einzelne Wörter auf ein Stück Papier.
    Ich war so sauer, das er sich immer selbst aus der Psychiatrie entlässt und dann zu Hause sitzt(handlungsunfähig/beratungsresistent)
    und wartete bis die Zeit vergeht. Er wollte/konnte nie zurück.
    Jetzt ist der tote Vogel unterm Zug gestorben.
    Er hat sich weh getan. Es war kein Land mehr in Sicht und sein feuchter Blick war schon lange fort.
    Jede Zeile dieses Lied passte. Ich wollte
    damit meine Hilflosigkeit/Resignation vermitteln.
    Das er ne Std später vorm Zug steht,
    mit offenen Armen, nimmt mich mächtig
    mit.
    Man weiß oft nicht was Künstler mit ihren Song eigentlich sagen wollen, deshalb bin ich so frei alles selbst zu interpretieren.
    Aber vielleicht geht’s auch um Schitzophrenie/Psychose in diesem Song?

      1. Na siehste. Kaum wartet man gute 3 Jahre, schon hat einer ne Antwort, die immerhin einen kleinen Teil Deiner Frage behandelt 🙂

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