Prima Klima 2053?

Falkensee 03.06.2053 Auszug aus dem regionalen Wetterbericht:“ Tagsüber Temperaturen zwischen 50 – 60 Grad. Leichte Gefahr von Sandstürmen. Erschreckend? Vielleicht wird dann in der Märkischen Allgemeinen auch in Zukunft von Kamelzucht oder Dattelanbau berichtet und wahrscheinlich heißt das Blatt auch nicht mehr Märkische Allgemeine, sondern Nachrichten. Wüste Steppen Allgemeine. Alles Quatsch? Vielleicht!

Gestern hatte die Grüne Perspektive ins Satt und Selig eingeladen. Es ging um den Klimawandel und um die Auswirkungen für Spandau und das Umland.

Der erste Vortrag „Folgen des Klimawandels für Spandau und das Umland hielt Dr. Alexander Beck Ratzka, studierter Metrologe, Sprecher des Energietisches Spandau, und vieles mehr. Herr Ratzka zeigt anhand von Statistiken, wie sich auch in Brandenburg und Berlin das Klima in den letzten Jahren verändert hat und auch belegt, wie dies im Zusammenhang mit dem Co2 Ausstoß zu sehen ist. Auch die Prognose für die nächsten Jahre war wenig erfreulich. So liegen schon über dem Worst Case Szenario bei der Erwärmung, was wiederum belegt, das die Maßnahmen zur Reduzierung des Co2 Ausstoßes nicht greifen. Wenn es ganz dicke kommt und wir nichts dagegen tun wird Brandenburg bald Steppe oder Wüste sein. Schon jetzt liegen die Temperaturen bis zu 3 Grad höher als früher. Die Niederschlagsmenge liegt schon fast unter der Menge, die notwendig ist um Ackerbau zu betreiben. Der Klimawandel wirkt sich also wohl auf uns aus. Keine wissenschaftliche Publikation hat dies in den letzen Jahren (1.000 Veröffentlichungen) angezweifelt, sondern bestätigt. Die Presse hingegen hat in 57% Ihrer Artikel die These unterstützt, dass der Klimawandel oder spezielle Ereignisse durchaus normal wären und streitet den Klimawandel ab. Wen wundert’s. Direkt am Anschluss gab es die erste kleine Diskussion. Ein Besucher unterstützte die Pressemeinung und verglich die anstehende Klimakatastrophe mit der Eiszeit. Gegenargument von mir war, das die Eiszeit aber nicht von Menschen herbeigeführt wurde. Laut den Argumenten der Gegenpartei wäre aber die Abholzung der Wälder durch die Menschen für die Veränderung verantwortlich. Was für ein Blödsinn. Vor der Eiszeit lebten 30 Millionen Menschen auf dem Globus, dies e Zahl verdoppelt sich erst während der Eiszeit. Tausende von Jahren vermehrt sich die Bevölkerung nur langsam. Um großflächige Rodungen durchzuführen fehlten die technischen Mittel. Das sieht heute anders aus. Heute sind es 6,9 Milliarden und wir hatten die Industrialisierung. Wer die wirklichen Ursachen für die Eiszeit wissen möchte, dem empfehle ich diesen Link

Der zweit3 Vortrag dreht sich um das Thema ob wir die Atomkraft zu Reduzierung des Co2 Ausstoßes benötigen. Die Referentin Johanna Treblin hat in Berlin und Buenos Aires Politikwissenschaft, Anglistik und VWL studiert. Sie hat bereits für verschiedene Tageszeitungen gearbeitet. Zurzeit schreibt sie unter anderem für die taz. Seit Juni 2010 ist sie die Redakteurin von Klimaretter.info.

Ein AKW produziert kaum CO2. Allerdings ist die Produktion und der Bau mit einem erheblichen CO2 Ausstoß verbunden. Die Entsorgung und Endlagerung ist hierbei noch nicht berücksichtigt. Fairerweise muss man sagen, dass auch die Produktion von Solarzellen viel Co2 produziert. Aber es gibt andere Möglichkeiten, Off-Shore Windparks zum Beispiel.Auch das Thema Energie sparen und Stromexport wurden angesprochen.

Die Vorträge waren sehr spannend und interessant. Auch die Diskussion hinterher war sachlich. Leider gibt es aber immer mindestens Einen, der sagt, das geht nicht und eher negativ denkt, anstatt mal zu sagen was wir tun können. Natürlich hat Spandau eine Haushaltssperre, aber steh noch nicht unter Zwangsverwaltung. Auch kleine Maßnahmen sind ein Anfang. Wenn man die Vorherrschaft des Autos einschränkt und stattdessen den Fahrradverkehr fördert zum Beispiel. Auch das Gaskraftwerk in Wustermark könnte man unter diesen Aspekten befürworten, wenn es nicht zu dich an den Wohngebieten dran wäre. Auf jeden Fall muß was passieren, wenn aus Brandenburg nicht die Sahara werden soll.

Die Vortragsreihe der Grünen Perspektive Spandau hat gerade erst begonnen. Der Landesverband begrüßt und unterstützt diese Initiative. Wer sich für weitere Veranstaltungen interessiert kann mich gerne kontaktieren.

Uwe Abel

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3 Kommentare zu “Prima Klima 2053?”

  1. Wenn man nur selektiv zuhört, entgehen einem nun mal entscheidende Details. Ein Meteorologe kann natürlich etwas mit dem Stichwort „kleine“ Eiszeit (ab 15.Jahrhundert)anfangen.
    Wie sinnvoll sind übrigens schön klingende, aber rein plakative Forderungen, wenn wir im Bezirk zum Teil jahrelang betteln müssen, um allein an bestimmten Ampeln ein paar Sekunden längere Grünphasen für Fußgänger zu bekommen. Die Haushaltssperre ist dabei nur das ultimative Totschlagargument des Bezirksamtes, das gern auf alle Vorschläge, die mehr als nur ein paar Cent kosten,angewendet wird. Dies einzukalkulieren, ist mit Sicherheit kein negatives Denken, sondern schützt vor zu großem Realitätsverlust.
    Bedauerlich war, und damit stimme ich Herrn Abel uneingeschränkt zu, dass nur rund ein Dutzend Insider Interesse an diesem uns alle bereits zu unseren Lebzeiten betreffenden Thema zeigten.

    1. Och, ich habe schon sehr genau zu gehört. Der von mit angegebenen Link erklärt auch so ein bisschen die „Zwischen-Eiszeiten“. Aber darum geht es Ihnen ja nicht. Die GPS ergreift hier die Initiative um etwas zu bewegen. Die, ich nenne sie jetzt mal die anderen machen nichts um Grüne Politik in die Öffentlichkeit zu bringen. Da ich schon Kontakte mit Herr Röding hatte, bin ich aber sicher, dass sich da nach der Wahl auch etwas ändern kann. Ich finde es schade, Sie eine Idee klein reden und nur das negative an einer solchen Veranstaltung sehen. Auch wenn jetzt nur wenige gekommen sind und vielleicht auch bei den nächsten Treffen nur wenige kommen. Wir werde für die positive Verbreitung sorgen. Hört sich jetzt nach Pfeifen im Wald an, ist es auch ein bisschen, aber die Vergangenheit hat ja gezeigt, das Menschen mit einer positiven Denkweise eher Erfolg haben. Davon werde Sie auch partizipieren, also Kopf hoch.

      Grüne und stachlige Grüße

      1. Ich will hier mit Sicherheit nicht eine Grüne Aktivität klein reden, sondern generell nur ein wenig mehr bei den Tatsachen bleiben.
        Wenn wir etwas früher und ausführlicher von geplanten Veranstaltungen der Grünen Perspektive erfahren würden, würden wir sie selbstverständlich auch auf der offiziellen Webseite des Kreisverbandes bewerben, denn in der Sache haben wir ja hoffentlich keinen Dissens.
        Die „Kleine Eiszeit“ ist übrigens als feststehender meteorologischer Begriff eben gerade k e i n e Zwischeneiszeit(siehe auch Wikipedia).

        Erholsamen Restsonntag

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