Lauf der Sympathie 2011

Falkensee/Spandau Sonntagmorgen. Irgendwie bin ich angespannt. Dieser Weg wird kein leichter sein, oder wie es Wladimir Klitschko neulich trefflich formulierte: „Das wir ein hartes Stück vom Brot“. Trotzdem freute ich mich auf meinen Zweiten Lauf der Sympathie. Diese blöde nicht abklingen wollende Erkältung hat mich an meinem Training gehindert. Shit, irgendwie habe ich immer noch so ein Kratzen im Hals.

Also lies ich den Sonntag erst mal ruhig angehen. Anständiges Frühstück, noch ein bisschen entspannen. Dann ging es los. Zum Start sind es ja nur ein paar wenige Meter

Ca. gegen 11:15 erfolgte der Startschuss. So richtig fit fühlte ich mich nicht, aber es sind ja nur 5 km. Also los. Ging auch recht gut zum Anfang. Das tolle Publikum am Straßenrand war eine zusätzliche Motivation. Die waren alle super. Na ja fast. Ein paar Deppen mussten dann natürlich den Läufern vor die Füße laufen, weil sie bei der Überquerung der Falkenseer nicht warten wollten. Die Krönung aber war der Zuruf eines Vollpfostens in Höhe der Siegener Straße: „Höhö, das ist ja hier wie in Japan, da laufen sie auch alle weg.“ Eigentlich wollte ich anhalten und dem Herrn mal mit ein paar Gesten, ausgeübt an seinem Körper, zeigen, was ich von seiner Meinung halte. Ein Blick auf den kleinen Dicken mit hochroten Kopf zeigte aber, dass dies nicht notwendig war. Der Typ lebt nach dem Motto lieber saufen als laufen. Unsere Gesellschaft muss solche Dummbratzen aushalten, die sich aufgrund der Vernichtung ihrer Gehirnzellen in einem Zustand der völligen Dummheit befinden. Anders gesagt, sobald die ein Insekt verschlucken, haben die mehr Hirn im Magen als im Kopf. Egal, zurück zum Lauf

Als ich die 3,5 Kilometer erreicht hatte, merkte ich die Folgen der Erkältung. Da wo ich normaler Weise die „Zweite Luft“ bekomme, war auf einmal Ende. Es brannte doch etwas in den Bronchien. Ich kämpfte mich mühsam ins Ziel und war mächtig frustriert. Da wäre noch mehr gegangen. Der Frust hielt nicht lange an. Erst wurde ich Thorsten Schatz (CDU) begrüßt. Dann lief mir noch einer meiner Freunde von den Adleraugen über den Weg und letztendlich wurde ich von beiden Bürgermeistern (Heiko Müller, SPD u. Konrad Birkholz, CDU) herzlich begrüßt. Die letzte Überraschung war dann die Urkunde. Laut dieser bin ich genau die gleiche Zeit wie im letzten Jahr (32:29) gelaufen. Wollte ich nicht glauben. Auf Nachfrage wurde mir das Ergebnis bestätigt. Fehler ausgeschlossen. Hat zwar diesmal nicht ganz für den 3. Platz gereicht, aber trotz Erkältung, die gleiche Zeit wie 2010. Das versöhnte mich dann doch wieder. Immerhin kann ich ja im April beim Jedermann Lauf in Tegel, zeigen, dass ich doch noch steigerungsfähig bin.

Endlich im Ziel

An dieser Stelle noch mal Danke an das Publikum, das uns angefeuert hat und an das Organisationsteam, das wieder einen Super Job gemacht haben. Also ich bin nächstes Jahr wieder mit dabei und irgendwann traue ich mich doch noch an die 10 KM ran.

Uwe Abel

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