Retro Trip auf 180 gr. Vinyl – Spirits of Dead

Aus Norwegen kommen die Jungs, aus Norwegen nicht etwa aus England oder den Staaten. Aus dem Hohen Norden kommen in letzter Zeit eine Menge gute Bands. Zwar ist die Musik nicht Radio oder Charts tauglich aber was soll es.  Psychedelischer Rock  mit Anleihen an den Stoner rock der Neuzeit verbunden mit dem  Rock der 70iger Jahre, der die elektrischen Möglichkeiten entdeckt hat, wird geboten. Benannt haben  sich Spirits of the Dead nach einem Gedicht von Edgar Allan Poe.   Die Scheibe kommt mit  einem weißen Klappcover mit Silberprägedruck, leider ohne Texte.  Die Musik ist irgendwie ein Retrotrip. Gut gemachter Rockmusik, Hand gemachte Gitarrenarbeit aber ohne peinliche Kopien. sirrenden Gitarren, wabernden Orgeln und blubbernden Bässen.

Schon der erste Track, White Lady / Black Rave fesselt. Purple like kommt das Orgel Intro daher. Die Stimmt erinnert in der Tat etwas an Robert Plant.  Diese Kombination, begleitet uns fast das ganze Album hindurch. Manchmal dominierend, manchmal im Hintergrund oder im Refrain wider auftauchend.

The waves of our Ocean: Schnelle Rock Nummer. Könnte auch als Prog-Prock Nummer durchgehen.

My wild Dream: Fällt mir spontan Beggars Operea oder Decameron ein.  Mit einer Flöte würde der Song vermutlich auch Jethro Tull zur Ehre gereichen. Auch Anleihen bei den Bands der Canterbury Szene sind nicht zu verleugnen.

Red: Wow, fängt langsam an. Der Refrain kommt dann aber heftig mit einer Prise Gothic / Stoner  Rock.  Zwischendurch strahlt dann mal etwas Hawkwind aus der Robert Calvert Zeit durch.  Hammer Nummer.

T.i.T, Traveller in Time eröffnet die B-Seite. der Song beginnt einen atmosphärischen Spannungsboden aufzubauen und wirkt fast schon beängstigend, bis einen ein Gitarren Riff aus der Lethargie holt, aber nur kurz um das Spiel erneut zu wiederholen. Dar Song traumatisiert, im positiven Sinn.

Fields of Gold haut dann in eine andere Kerbe. Erinnert zum Anfang  etwas an, äh Placebo? Schnelle Gitarren, schneller Drum Beat und hoher fast schon entrückter Gesang.

Der Titeltrack Spirtis of the Dead: Beginnt mit einer düsteren Gitarrenwand. Sehr Heavy. Die Textzeile wird teilweise wie ein Mantra wiederholt und hypnotisiert einen schon fast. Erinnert mich auch etwas an Metal Church oder Count Raven. Die Wechsel der ruhigen Passagen mit der brachialen Gitarrengewalt fesselt bis zum Schluss.

Mit dem letzten Ton bleibt man irgendwie verlassen zurück und sehnt sich nach mehr. In der einen oder anderen Wohnung wird wohl das Blubbern des Bongs das einzige Geräusch bleiben, bevor der nächste Ton aus den Boxen dröhnt.

Uwe Abel

Ich hab mich dann für Assemble Head in Sunburst Sound mit When Sweet Sleep Returned entschieden.  Das ist aber noch eine ganz andere Geschichte………….

Hörproben:

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