Die Nordumfahrung: Heiko Müller kann nicht loslassen

Manchmal kommt mir unser Bürgermeister vor wie ein kleiner trotziger Junge. Immer hält er noch an einem völlig sinnlosem und vermutlich in naher Zukunft nicht mehr realisierbaren Projekt fest:

Die Nordumfahrung! Bei der  Anhörung zum Landes-Straßenbedarfsplan-Gesetz vor dem Verkehrsausschuss des Landtags hat die (BISF) die Ortsumfahrung von Falkensee (L 20/L 201 neu) abgelehnt und Ihren Standpunkt noch einmal deutlich gemacht. Schon auf dem Neujahrsempfang der BisF e.V. hat Günter Chodzinski gesagt:“…… es gibt keinen besseren Beweis dafür, das eine Straße nicht notwendig ist als den, dass sie die letzten 15 Jahre nicht gebaut wurde. Wo er recht hat er recht. Es ist ja auch kein Geld für die Nordumfahrung vorhanden.  Das die vorhandenen Mittel sinnvoller genutzr werden können betonte auch Marc Oliver Wille von der BisF .

Zur Begründung seiner Ablehnung sagte BISF-Sprecher Marc-Oliver Wille vor dem Ausschuss, dass:  „die bekannt gewordene Planung ist verkehrspolitisch nicht notwendig, finanziell nicht leistbar und ökologisch nicht vertretbar. „Ein Festhalten an der teuren Maßnahme verhindere sinnvollere Straßenbauvorhaben. Außerdem könnte  es wegen der Rechtswidrigkeit des Plans eventuell   zu einer Klage gegen den Plan besonders  gegen die als „indisponibel“ (unabänderbar) bezeichneten Maßnahmen kommen.“
Wille machte daher den Vorschlag, die  Nordumfahrung aus dem Bedarfsplan zu streichen und die  frei werdenden Finanzmittel für andere Vorhaben oder den Erhalt der  bestehenden Straßen zu verwenden.  Das größte Problem stellt in Falkensee die Spandauer Straße da. Durch die Nordumfahrung würde sich dieses Nadelöhr noch als ein größeres Problem erweisen.

Falkensees Bürgermeister Heiko Müller begrüßt nach wie vor die Tatsache, das die Nordumfahrung in der  umstrittenen Planung. Seien Argument sind immer dieselben: Steigende Einwohnerzahl der Stadt und die Zunahme des Verkehrs. Stimmt, Falkensee wächst, aber der Verkehr ist rückläufig und steig nicht proportional zu Einwohnerzahl.

Die Argumente sind zu dünn, die der BisF e.V. gewinnen immer mehr an Bedeutung. Es gibt einige Bürger, die gerne ein Nordumfahrung wollen, diese Gruppe scheint sich aber nicht an der Anhörung zu beteilligen und verlässt sich anscheinend ganz auf den Bürgermeister. Auch das ist ein Aussage, wie unwichtig und unsinnig die Nordumfahrung ist. Es wird Zeit, das Müller einsieht, das dieses Projekt eingestellt werden muss, damit die Energien und finanziellen Mittel wieder für wichtigere und sinnvollere Dinge eingesetzt werden können.

Werter Herr Bürgermeister, wenn man etwas lieb gewonnenes verloren hat, sollte man auch los lassen können, sonst verliert man eventuell den Blick für das Wesentliche.

Uwe Abel

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