Die Not mit der Notdurft!

Vorsicht, dieser Artikel könnte eventuell etwas riechen, wenn er zu intensiv gelesen wird. Gestern hab ich ja mal wieder die Spandauer Altstadt unsicher gemacht und da kommen mir manchmal ganz merkwürdige Gedanken in den Sinn.

Nach dem leckeren Cappuchino verspürte ich ein menschliches Bedürfnis. Wohin? Natürlich kann ich es mir nicht so einfach machen und das Beinchen heben, wie unser vierbeinigen Freunde. Die und ihre verantwortungslosen Besitzer scheuen sich ja auch nicht nach wie vor die Altstadt und die Gehwege voll zu koten. Wie heißt es so schön im Song von Peter Fox:“ man müsste eigentlich schweben….“

Mit ständig steigenden Harndrang steuerte ich also, die unter dem Markt liegende und von der Firma Wall betriebene Toilette an. Als Mann kann man auch ohne Probleme gleich an die entscheidende Stelle treten um sich sanitär zu entspannen. Dabei blickt man(n) auf eine blaue konkave Glaswand. Ihr wisst ja, war das Mädchen brav bleibt der Bauch konkav. Hatte das Mädchen Sex, wird der Bauch Konvex. Na, auch egal. Auf jeden Fall erzeugt diese Wand leichte psychedelische Effekte, wenn man zulange drauf schaut. Unter Drogeneinfluß kann das Pieseln dann schon mal zum Horrortrip werden. Anschließend kann man sich mittels Hightech die Hände waschen. Kostenlos!

Die Damen haben es nicht so einfach. Diese nicht der Stehpinklerfraktion angehörenden bezaubernden Wesen und bessere Hälften von unsereiner sind hier eindeutig im Nachteil. Werden sei doch bei sehr dringenden Geschäften brutal von einem Drehkreuz gebremst. Sie müssen, egal ob sie nun ein kleines oder großes Bedürfnis haben, einen gierigen Automaten mit 20 Cent füttern. Für viele beginnt das Drama mit der verzweifelten Suche nach der Geldbörse in der Großraumhandtasche. ist diese dann gefunden bilden sich die ersten Schweißperlen auf der Stirn der Damen. Die Beine nehmen ein leicht verkniffene X-Haltung ein. Kein Kleingeld mehr nur noch diverse Kreditkarten und der 50 Euro Schein stecken in Geldaufbewahrungstasche. Gott sei Dank hilft hier das Personal der WC-Anlage aus und verhindert größere und peinliche Überschwemmungen. Da kann sich Frau die Beckenbodengymnastik nach der Schwangerschaft sparen, denn man braucht als Frau ja nur eine, oft auch überfüllte öffentliche Toilette aufsuchen. Die Männer haben ja meist auch mehr Stellen zur Erleichterung zur Verfügung. Ein klarer Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG). Hier werden Personen wegen Ihres Geschlechts klar benachteiligt. Wer denkt sich so etwas bloß aus?

Klar kein Thema, das zur Erhaltung des Weltfriedens beiträgt, aber unfair ist das schon oder? Ich finde entweder sollte das ganze grundsätzlich kostenlos sein, finanziert durch Werbung oder der Preis wird unter den Geschlechtern geteilt. Heißt Männer und Frauen zahlen in Zukunft immer zehn Cent. Übrigens man könnte ja pauschal auch von den Hundehaltern einen Betrag verlangen und diesen dazu verwenden um die Hinterlassenschaften in der Altstadt zu entfernen. Eigenständig und unaufgefordert machen das eh nur die Wenigsten. Man könnt auch beim nächsten Bedürfnis bei einem Hundebesitzer klingeln und ihm ans Knie pinkeln.

Uwe Abel
(Frauenversteher)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s