Ein Hauch von Zensur?

Die Nachricht hat mich erschreckt und auch sehr nachdenklich gestimmt. In einer E-mail wurde ich gebeten einige Kommentare und Namenseinträge von meinem Blog zu löschen. Hintergrund: Die Person hatte sich kritisch hier im Blog geäußert und ist derzeit auf Jobsuche. Anscheinend hatte ein potentieller Arbeitgeber im Internet recherchiert und einige der Kommentare gefunden. Die kritischen, politischen Kommentare haben ihm wohl nicht gefallen. Aus dem Job wurde nichts. Ich habe dem Wunsch entsprochen, weil ich nicht möchte, das andere wegen meiner Ansichten, Nachteile haben. Der betroffenen Person möchte ich keinen Vorwurf machen, wohl aber denjenigen, die hier Druck ausgeübt haben.

Mir und auch andern ist sicherlich klar, dass sich Firmenchefs und Personaler schon lange im Internet auf die Suche nach Spuren ihrer Bewerber machen. Dessen sollte sich jeder bewusst sein. Das Problem: Die Spuren lassen sich nie restlos vernichten. Also gut überlegen, was man im Internet von sich preisgibt und wo man sich äußert. Ich bin mir dessen voll bewusst und ich weiß auch, das meine Aktivitäten belächelt werden, sich über Fehler lustig gemacht wird und meine Artikel und Kommentare scharf kritisiert werden. Sicherlich wird auch der eine oder andere sagen, den würde ich nie einstellen.

Aber nur deswegen auf das Recht auf freie Meinungsäußerung verzichten? Schwierig, ist doch das Medium Internet die perfekte Möglichkeit Ideen und Information schnell zu verbreiten um gleich gesinnte zu finden usw. Allerdings funktioniert dies nur, wenn man bereit ist sich auch zu öffnen. Ich persönlich halte aber nichts davon sich zu verstellen. Früher oder später kommt ja doch die Wahrheit ans Licht. Ich finde meine Partner, Vorgesetzten und Kollegen haben das Recht zu wissen mit wem Sie es zu tun haben. Ich bin so wie ich bin. Nur so kann ich auch meine politischen Ziele erreichen. Da muss ich auch damit leben, dass ich nicht „everebodys Darling“ bin. Es ist zwar nicht immer einfach sich der Kritik zu stellen und manchmal hat man auch ein ungutes Gefühl, weil man nicht wirklich weiß was andere so von einem denken, sich deswegen aber zensieren zu lassen geht gar nicht. Okay, seitdem ich mich im Internet mehr oder weniger sachlich äußere, hat das Interesse der Headhunter an meiner Person etwas nach gelassen aber was soll´s. Ich kann jedenfalls immer noch in den Spiegel sehen und bin überzeugt, dass es richtig ist sich für mehr Demokratie, Transparenz und Gerechtigkeit in Deutschland einzusetzen.

Was würde denn als nächstes kommen? Legt mein Chef dann fest, welchen Verein ich angehöre, oder wer zu meinem Freundeskreis gehören darf?

Uwe Abel

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4 Kommentare zu “Ein Hauch von Zensur?”

  1. meine themen bleiben und ich poste im netz nur noch über taiwan, keine namen mehr 10000% pseudonym ;-()
    BI wir cool 😉 GLG icke

    1. Hm der Schreibstil kommt mir bekannt vor. TzTz und dann noch Fake E-mail Adresse. Für wie blöd haltet Ihr mich eigentlich. Trotzdem sollen eure geistigen Ergüsse hier stehen bleiben. Vielleicht kommt ja mal irgendwas Vernünftiges.

  2. hallo uwe, schön das du meine story hier gerade “klein“ erwähnst. you knows….es geht nicht darum was man möchte oder will …es geht darum was dieses beschissene ultrakapitalistische system möchte und vorgibt. ich kann jedenfalls auch immer noch in den spiegel sehen, den ich muss meine familie ernähren, dass geht leider nur mit einer schleimspur, oder nicht ? kannst du auf deinen job verzichten ??? jo cool men, lotto gewinner ? ich kann sicher auf alles spucken und mich als last gladiator verschwenden , aber wer war da als ich in meiner arena hilfe brauchte ? wenige, so viel ist sicher , nur sprecher und pfiffige show redner . ich muss meine aktion nicht rechtfertigen , ich habe viel geleistet in dieser zeitreise. das schlimme ist einfach, es gibt keinen be to be halt mehr und jeder denkt an seine linie. ich habe explizit den grünen, die ja meiner ideen sache eigentlich enorm hörig seien sollten mehrmals meine hilfe angeboten. es kam keine antwort. ich sage dir meine ehrliche meinung, wenn du den kreis verlässt bist du raus. politiker interessiert es einen scheiss was abgeht, die hauptsache ist das dass portmonai gefüllt bleibt und eine richtige daseinsberechtigung linie bleibt , ich habe das alles durch…bei aller abwägung. ich habe allein das ich bestimmte artikel im internet lösche eine fünfstellige summe angeboten bekommen von mr. xxx. ich habe dieses geld nicht angenommen ! ich kann jedenfalls immer noch in den spiegel sehen !!! dennoch nicht tanken, weil es zu teuer ist ….bin ich jesus ? kann ich diese welt ändern ? niemals , mit dieser regierung und diesen ganzen politischen vollschleimern niemals, aber ICH soll auf alles verzichten ? warum lieber uwe ? halte den kurs, denke aber an die hohen wellen. deine mannschaft steht, aber weißt du genau wer steht ? diese zeit ist carzy , dennoch lasst uns menschlich nicht verzweifeln ….

    okay, ich suche einen neuen job, dennoch bleibe ich im herzen bei der sache , tierqual ist tierqual , kapitalismus bleibt kapitalismus und niemand anders ausser meiner wenigkeit muss auch rechnungen bezahlen…

    beste grüsse
    icke yf

    p.s der job steht 😉 auch ohne schmalz

    1. Erst mal, Du brauchst Dein Entscheidung nicht zu rechtfertigen und ich wollte Dir definitiv keinen Vorwurf machen. Das ist ja leider auch kein Einzelfall. Ist mir sogar bei der Piratenpartei ähnlich gegangen. Zitat“Wenn Du ein Amt anstrebst, solltest du dich mit dem Schreiben zurück halten“. Aha. Von wegen Freiheitspartei. Ein Grund warum ich ausgetreten bin und zu den Grünen gegangen bin. Da fühle ich mich besser aufgehoben. Ein Amt strebe ich eh nicht an, sondern will lieber, soweit es mein Zeit erlaubt an der Basis arbeiten. Der Artikel ging nicht um deine Person. Du hast mich nur dazu inspiriert. Ich kann deine Meinung nicht zu 100 Prozent teilen. Wie weit soll man sich denn verbiegen und verstellen? Unser Problem ist, doch das wir uns alle in Abhängigkeiten befinden. Jeder versucht zu (über)leben. Ich denke Diplomatie ist gefragt. Man kann glaube ich eine Menge sagen und auch diskutieren, man muss nur die Form waren. Ich glaube auch rückblickend nicht immer meine Stärke, Egal welche Meinung jemand vertritt, er findet Gegner und Fürsprecher. Eine Erkenntnis, die in mir auch gereift ist und dazu führen wird, noch mal genau über alles nachzudenken, bevor man einen Artikel publiziert. Wir sind ja lernfähig. Außerdem geht es darum in Zukunft im Reallife mehr zu bewegen. Ja auch der sozial Zusammenhalt ist nicht mehr da. Am Ende ist die Gefahr groß, das man alleine dasteht, wenn etwas schief geht. Allerdings brauchen bestimmte Ideen auch Ihre Zeit. Diese ist aus meiner Sicht zu kurz bemessen gewesen um Dein Projekt umzusetzen. Wir sind noch zu wenig um ein Clubhaus zu finanzieren. Ich freue mich, wenn das mit dem Job geklappt hat und Du uns auch für die BI als Aktivist zu Verfügung stehst. Alles weitere würde ich lieber per PN oder persönlich diskutieren. Lass Dich nicht unterkriegen.

      Uwe Abel

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