Kampf der Giganten? Eher nur eine Kissenschlacht

Wortgefechte der Schönwalder Giganten dauern an So titelte die „Mark Online“ Das hört sich dramatischer an als es wirklich ist. Erstmal empfehle ich dringend, das man mal neue Bilder nimmt. Die abgebildeten Herrn Beigel und Oehme sehen da nicht wirklich vorteilhaft aus, was aber an der schlechten Qualität der Bilder liegt. Bei der Schlagzeile hätte ich eigentlich inhaltlich etwas mehr erwartet oder zumindest mal wieder was neues.

Die SPD hat immer noch keinen Bürgermeisterkandidaten. Die Frage aber trotzdem oder gerade deswegen: Was soll der ständige Angriff auf Bodo Oehme, wenn ich dazu nicht einen Gegner aufstelle, der daraus Kapital schlagen kann. Außerdem wirkt alles so halbherzig.

Bodo Oehme ruht sich auf seinen Verdiensten aus. „Was wir bisher gemacht haben, kann sich durchaus sehen lassen“ und behauptet alles habe die CDU nur für die Bürger getan. Genau! Zum Beispiel ein Rathaus bauen, das immer teurer wird und sich dann noch eine teure Klimaanlage genehmigen. Da hat der Bürger wirklich etwas von. Bei den politischen Entscheidungen in Schönwalde kommt man halt ins schwitzen. Zentrales Thema von B. Oehme; der Straßenbau. Ja Straßenschäden müssen beseitigt werden ob aber wirklich in der Form Straßen neu gemacht werden müssen ist fraglich. Da wären z. B. die Themen Radwege, Schulwegsicherung und Kitas noch wichtiger.

Auch das Thema Schwanenweiher, schon vor 10 Jahren mal ein Thema, will Bodo Oehme wieder beleben. Romantisch reizvoll wegen seiner Erwähnung in Theodor Fontanes Werk „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“, aber wirklich wichtig ist das ganz auch nicht.

Matthias Beigel will, dass sich die Genossen weiter profilieren und zwar auch inhaltlich. Er fordert, dass das Geld der Steuer- und Gebührenzahler künftig besser und effizienter eingesetzt wird. Da kommt Matthias Beigel wieder auf seine Lieblingsthemen zu sprechen, den demografischen Wandel, eine Förderung des gesellschaftlichen Lebens und eine Stärkung der Infrastruktur. Bodo Oehme wiederum interpretiert hier eine Zustimmung der SPD zum Straßenbau hinein. Vielleicht sollte man Herrn Oehme erklären, dass nicht nur Straßen zu einer guten Infrastruktur gehören und sich die demografischen und gesellschaftliche Problem halt nicht damit lösen kann neue Straßen zu bauen. Genauso unsinnig ist dann die Ansiedlung einer Pologemeinde, von der die Allgemeinheit überhaupt nicht partizipiert.

Beigel versuchte es dann mit Ehrlichkeit: „Wir haben den Mut, unseren Bürgern zu sagen, was geht und was nicht geht. Das ist nicht immer bequem und gerade auch als führende Oppositionspartei in unserer Gemeinde sicher nicht gewöhnlich. Aber es ist ehrlich“. Naja führende Oppositionspartei? Von Opposition hat man zumindest bei den letzten Gemeindesitzungen nicht viel gemerkt.

Alles in allem kein wirklicher Schlagabtausch unter Giganten, sondern eher das müde und gelangweilte Wattebällchen werfen zwischen zwei zickigen Diven.

Lasst uns doch mal das Thema Rathaus noch mal angehen. Die Planung ist voll in die Hose gegangen, jedenfalls, was die Finanzen angeht. Viel teurer als geplant ist das ganze geworden. Ein Ende ist nicht abzusehen. Direkte Folge, die Mieten sind unter kalkuliert. Mieter zahlen viel weniger als sie angesichts der Bau und Investitionskosten müssten. Würde man die Miete nehmen, die sich bei Kalkulation ergeben hat, wäre keiner bereit die Räume zu beziehen. Teurer Lehrstand wäre die Folge. Also trägt die Stadt im Prinzip die Differenz und somit die Gemeinde und ihre Steuer zahlenden Bürger. Der Bauherr hätte einfach, wie es üblich ist, die machbare Miete als Eckwert nehmen sollen. Auf der Basis der zu erzielenden Mieten hätte er dann kalkulieren können, was der Bau maximal hätte kosten dürfen. Er wäre zum Schluss gekommen, das er dann wohl auf Klimaanlage, Marmortreppe usw. hätte verzichten müssen.

DAS wäre doch mal ein Thema, um das Giganten ringen könnten. Aber das wird dann wohl eine andere Partei tun.

Uwe Abel

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