Madison Dyke – Zeitmaschine

Wenn der Arbeitstag so richtig sc….. war, was bleibt dann eine noch? Eine ganze Menge. Frustbewältigung heute: Keller aufräumen, wieder ein mal. Meine Frau sagt, das mach ich schon 9 Jahre lang. Da müssen noch soviel Platten einsortiert werden. Mit Entsetzen fällt mir auf, das ich das eine oder andere gar nicht oder lange nicht mehr gehört habe. Das kommt davon, wenn man einmal Platten auf dem Flohmarkt oder anderswo Kistenweise gekauft hat.

Eine Scheibe fiel mir gleich ins Auge, Zeitmaschine von Madison Dyke. Mal sehen. Von 1977. Aha, aus Hannover. Interessant. Auch die Spuren des Vorbesitzers. Gekauft im Schallplattenstudio „city sound shop“ in Korbach. Der Erstbesitzer war ein Matthias Wiederhold ebenfalls aus dem Städtchen Korbach. Über diesen kann ich nun sagen: Er hat seine Scheiben super behandelt. Das gute Stück ist wie neu. Außerdem hat er den Fehler gemacht, so ein rares Stück und eine Perle weg zu schenken, tztztz. So mache ich also auf zur musikalischen Zeitreise und stelle mir das Städtchen Korbach im Jahre 1977 vor.

Irgendwie eine Art von Pink Floyd aber folkiger. Eine Priese Eloy Jethro Tull und auch etwas Witthüser & Westrupp, bleibt aber durchgehend hörenswert. Lange Instrumentalabschnitte, erinnern etwas an „Meddle“ oder „Wish you were here“ von Floyd. Deutscher Titel, aber trotzdem englisch gesungen. Die einzige Langspielplatte von Madison Dyke aus dem Jahre 1977. Erschienen auf Racket Records. Ich glaube die haben insgesamt nur 43 Platten produziert.

Die Titel:

First Step ist 10:05 Minuten lang, ist eine sphärische, elektronische Musik und wird mit folkigen Elementen gemischt. Erinnert etwas an eine Mischung von Jethro Tull mit Pink Floyd und Eloy.

Cooking Time on an Egg: Akustische Gitarre und Gesang eröffnen das Stück. Erinnert mich auch mehr an eine Mischung zwischen Pink Floyd und Eloy.

Next conceptions beginnt auch wieder folkig um dann in einem Gitarrensoli zu münden. Dann rockt es richtig los. Je mehr ich die Scheibe höre, des so mehr Vergleiche fallen mir ein. Es sind immer nur Bruchstücke hier mal feinster Progrock, ein bisschen Purple, ein bisschen Styx.

Die zweite Seite, ein Stück. Zeitmaschine beginn symphonisch wird dann sehr schnell wechselt sich dann wieder mit ruhigen Passagen ab. Der Titel erzeugt Spannung und überrascht immer wieder. Rock, Symphonic Rock, Prog Rock, alles drin.

Fazit: Eine kleine aber fein Perle deutscher Musik. Wer sie bekommen kann; zuschlagen. Bitte nicht die CD kaufen, es ist ein Bootleg im Umlauf, in sehr schlechter „Qual i tät“. Die originale CD enthält noch zwei Bonustracks von einer Single. Aber Vinyl rockt immer noch am Meisten.

Uwe Abel

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