Nur auf Besuch aber ein Riesenwirbel

Kant sagt:“Habe Mut dich deines Verstandes zu bedienen.“ Anscheinend leben wir in einer Zeit und in einem Land, in dies etwas aus der Mode gekommen ist. Die Meinung des Volkes wird von den Medien geprägt. Viele Meldungen werden nicht mehr von den Menschen geprüft und die Informationsquelle aus der sie ihr Wissen beziehen ist recht einseitig. Um so schlimmer wenn man sich davon anstecken lässt.

Wenn man sich den Wirbel um den Besuch de Guttenbergs ansieht, könnt man glauben wir hätten keine anderen Probleme. Auch die „seriöse“ Presse schießt scharf gegen die Guttenbergs. Mein Faux Pas mit Guttenberg lässt mir keine Ruhe. Zu schnell bin ich auf den Zug aufgesprungen, weil ich mir da eine lustige Geschichte von versprochen hatte. Man sollte eigentlich einen Sachverhalt von mehreren Seiten beleuchten, bevor man seine Artikel schreibt. Das auf den Button „publizieren“ drücken werde ich in Zukunft noch mal überdenken. Habe ich im Fall der Guttenbergs auch getan. Beim Lesen der Artikel und sichten der vorliegenden Berichte kommt bei mir die Frage auf: Warum ereifern sich einige Herrschaften über den Besuch und das er seine Frau mitgenommen hat? Was steckt dahinter?

Der Grundgedanke sich um die Soldaten zu kümmern ist doch lobenswert. Als Verteidigungsminister ist er recht aktiv und kümmert sich ja um seine Truppen. Nachdem ich gestern einen Hinweis bekommen habe, bin ich mal ein bisschen googeln gegangen. Fakt ist die Vorgänger von Herrn Guttenberg sind nur selten aufgefallen und wenn, dann auch nicht positiv. Struck, Sharping und da war doch noch was in ganz ferner Vergangenheit; Achja die Starfighteraffäre. War da nicht Franz Josef Strauß Verteidigungsminister? Aber wir wollen ja nicht die „ollen“ Kamellen aufwärmen.

Ich weiß jedenfalls nicht, ob das sinnvoll ist die eigene Ehefrau zu so einem Besuch mitzunehmen. Gerade, wenn diese gerade an ihrer eigenen Karriere bastelt. Zu viel Erfolg schafft halt Neider. Die Guttenbergs stehen oft im Mittelpunkt. Die Neider sehen dann in jeder Aktion oder Tat etwas schlechtes. Von der einschlägigen Boulevardpresse wird so etwas gerne aufgenommen. Das Frau Stephanie zu Guttenberg, die beschwerliche und gefährliche Reise auf sich genommen hat um ihr Image zu heben, zweifle ich nach den Bildern, die ich gesehen habe an. Auf den Bildern im Hubschrauber und mit der kugelsicheren Weste schaut Sie doch sehr ängstlich. Ein gute PR hätte sie sicherlich auch einfacher haben können.

Über die Aussage von Herrn Gabriel im Zusammenhang mit dem Besuch und die gleichzeitige Erwähnung von Frau Katzenberger war im nach hinein unpassend und hätte wohl eher von Stefan Raab und Co. kommen können.

Die Aussage von Herr Ulrich Kirsch, Bundeswehrverbandschef irritiert mich aber nach wie vor. Er sagte:“… die Soldaten befinden sich in einer schwierigen Lebenssituation…“. Ich finde das trifft es überhaupt nicht im Geringsten. Die Soldaten und Soldatinnen riskieren täglich Ihr Leben und sind wohl auch nicht richtig ausgerüstet. Ich finde man hätte das Interview vielleicht besser nutzen können um auf die Vielzahl der Probleme hinzuweisen.

Fazit: In einer Zeit, wo so vieles schlecht geredet wird, möchte ich einfach mal an die guten Beweggründe der Guttenbergs glauben. Der familiäre Besuch hat, so haben sich einige Soldaten geäußert, der Truppe gefallen. Allen werden es die Guttenbergs nie recht machen können.

Uwe Abel

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2 Kommentare zu “Nur auf Besuch aber ein Riesenwirbel”

  1. Der Verteidigungsminister besucht die Truppe in Afghanistan (zum 7. Mal) und nimmt seine Frau mit und auch noch Herrn Kerner, der dort eine Talkshow macht.
    Was die Talkshow betrifft, hat der interessierte Staatsbürger heute Abend die Möglichkeit, sich die Sache in SAT1 anzusehen und sich dannach ein Urteil zu bilden. Die Journaille freilich und auch Herr Gabriel, wissen schon seit Tagen, dass es sich hier um eine Trivialisierung und Boulevardisierung der Politik handelt.
    Ich bin sicher, dass man das heute Abend nicht feststellen wird.
    Das Anliegen des Ministers, sich um seine Soldaten zu kümmern, entspricht seinem Amt und ist seine Pflicht. Er ist dafür zu loben.
    Das Anliegen seiner Frau ist, Ihren Mann dabei zu unterstützen. Sie ist ganz einfach interessiert an der Arbeit Ihres Mannes, Sie ist ganz einfach der Meinung, dass auch Sie ein qualifizierter Gesprächspartner für die Soldaten und vor allem für die Soldatinnen sein kann.
    Dass so etwas in anderen Nationen gang und gäbe ist, muss ja für Deutschland nicht bedeuten, dass es hier schlecht ist, dass es sich hier nicht gehört.
    Die Inszenierung, die personality show, wer macht sie denn? Die Presse doch selbst. Wer veröffentlicht denn all diese vielen nichtssagenden Bilder. Haben die Guttenbergs darum gebeten; wohl eher nicht. Warum veröffentlichen sie denn nichts seriöses über diesen Truppenbesuch? Wollen sie lieber dieses seichte Getratsche?
    In der Truppe ist es Praxis, dass es neben dem Dienstbetrieb auch ein gesellschaftliches Leben gibt. in die sich daraus ergebenden Aktivitäten sind die Ehefrauen eingebunden, teilweise sind sie auch der selbst aktive Part. Dieser Zusammenhang von Dienstlichem und Privatem ist gute militärische Tradition. Deshalb haben z.B. die Soldaten und Soldatinnen kein Problem mit diesem Besuch gehabt; sie haben ihne ausdrücklich begrüßt.
    Ich habe mit dem Besuch auch kein Problem und begrüße ihn. Wenn ich heute Abend feststelle, dass die Guttenbergs die Bundeswehr nur als Kulisse für ihre Selbstdarstellung benutzt haben, melde ich mich wieder. Dann bin ich bereit mein Urteil zu überdenken.

    1. Dieser Kommentar findet mein Zustimmung. Ich habe ja auch mein Meinung dazu geändert und gerade was das Thema Medien und Presse angeht, stimme ich voll zu. Ich glaub auch, das die Beweggründe von Frau zu Guttenberg auch ehrlich waren. Da Sie auf den Fotos etwas ängstlich wirkt finde ich ist der Besuch wirklich hoch zu bewerten. Ich hoffe es ist in meinem Artikel nun klar gewroden, das ich den Besuch nicht abwerten möchte, wohl aber die Presse kritisiere, die mit Ihrem Manipulationsversduchen ja anscheinend erfolg hat. Anscheined kann man mit solchen Themen prima von den wirlklichen Problem ablenken. Immerhin ist der Besuch auch wesentlich sinvoller als wenn Frau Merekl auf Staatskosten zu Nationalmannschaft nach Südaftrika fliegt. Die Talkshow werde ich wohl aufnehmen, da ich heute abend die GVV in Schönwalde besuchen will.

      Danke noch mal für´s „Kopf zurecht rücken“

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