Die Rache des Feinstaubs.

Die Messungen in einigen Städten, auch in Berlin, belegen: Die Umweltzone ist ein Fehlschlag. Oops! Hoch waren die Erwartungen als überall in Berlin diese Schilder aufgestellt worden sind. Klar, Umweltschutz ist wichtig und das die Dreckschleudern aus dem Verkehr gezogen werden ist höchste Zeit.

Allerdings sind, glaube ich, die Autofahrer nur ein Teil des Problems. Die Einführung der Umweltzonen und der damit verbundenen kostenpflichtigen Plaketten hatte nur ein Ziel: Dem Melkesel Autofahrer die Kohle aus der Tasche zu ziehen.

Die Feinstaubbelastung hat sogar zugenommen, jedenfalls in Berlin. Warum eigentlich? Es scheint so als ließe sich der böse Feinstaub nicht so einfach aussperren. Man stelle sich folgende Szene vor.

Ein Schild, das die Umweltzone ausweist und untersagt, dass Autos mit gelber und rote Plakette in die Umweltzone einfahren: Die Autos stehen am Straßenrand mit laufendem Motor vor dem Schild, weil ja man noch telefonieren muss oder sich das Näschen pudert. Zur gleichen Zeit in gleicher Höhe vor dem Umweltzonenschild.

FSP1 (Feinstaubpartikel): „Häh? Wat steh uff dem Schild?“
FSP2:“Ehy Alder du kommst hier net rein!“
FSP1:“Voll Krass Alter, warum kommst her net rein?“
FSP2:“Weil du voll fett giftig bist“
FSP1:“Ne, komm geht gar nicht. Ich will mich verteilen. Ignore sach ich. Ich geh jetzt rein“
FSP2:“Weiß nicht, Guckt keiner?“
FSP1:“Ne, ist voll konkret ungefährlich, weil kann keiner checken“

Tja, und dann kam ein leichter Wind und trieb die kleinen Feinstaubpartikelchen in die Umweltzone, wo sie sich nach einem kurzen Flug von 6 km auf einem Kinderspielplatz niederließen.

So nachdem man nun die Feinpartikel nicht mehr dämonisieren kann und die Politik keine ganzheitliche und nachhaltige Lösung präsentieren kann wird ein neues Feindbild geschaffen. Die Stickoxide. Die will man jetzt auch noch mit einer neuen Plakette ausgrenzen. Mal sehen ob die Stickoxide wenigstens den Anstand haben, die Verbotsschilder zu respektieren und schön artig draußen bleiben.

Wie wäre es mal mit einer Förderung des Nahverkehrs, damit mehr Autofahrer ihr Auto zu Hause lassen? Ach wie dumm, dazu gehört ja auch die S-Bahn. Aber das ist ja wieder eine andere tragische Geschichte.

Uwe Abel

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