Robert Plant -Band Of Joy


Okay Robert, so ist das also wenn alte Heroren Musik machen,
Wer Robert Plant auflegt, erwartet immer etwas Led Zeppelin, aber bitte nicht zu viel oder doch? Sehr vielseitig waren gerade die letzen Albem des Herrn Plant, wenn auch nicht unumstritten.

Bevor Mr Robert Plant mit „Led Zeppelin“ Musikgeschichte schrieb, sang er in einer Band namens „Band of Joy“ (AHA!), die Songs von „Jefferson Airplane“ und „Quicksilver“ coverte und mit ihrem experimentellen Blues/Rocksound und einer psychedelischen Lightshow eine neue musikalische Gegenbewegung der mittleren 60er begleitete.

Band of Joy also heißt auch das neueste Werk vom Altmeister. Lange mussten wir auf die Vinyl Version warten. Schönes Klappcover mit Texten auf den Innenseiten. Kartonartig, feste Innenhüllen, zusammen mit dem Cover liebevoll gestaltet Von Mr. Plant persönlich, obwohl über den Geschmack kann man in diesem Fall streiten. Natürlich alles in einer Super Pressung in 180 gr. Vinyl. Zwei Lp´s? Nicht ganz 3 Seiten sind nur bespielt und die vierte ist nur bedruckt, sieht aus wie gelasert, sehr hübsch. Schade? Nicht wirklich Ich sage lieber drei Seiten Klassemusik, als vier Seiten Durchschnittsmüll. Das ist ja auch das Problem der meisten CD´s, wo versucht wird, die ca 70 min Spielzeit voll zu kriegen.

Obwohl es sind nicht eigene Werk oder neue Versionen der Zeppelin.Klassiker die Robert zu Gehör bringt. Er hat Songs gecovert und ihnen seine neue, eigene und ganz unpeinliche Note gegeben. Slow-Core-Band, van Zandt, Los Lobos und andere zeigen Plants hochwertigen eigenen Musikgeschmack, der ihn nachhaltig beeinflusst hat.

Der erste Nummer „Angel Dance“ knallt schon mal voll rein, Hört sich so ein bisschen wie Gallows Pole mit irischer Folk an.

„House of Cards“ hat einen leichten Country Touch, die Frauenstimme ist auch ganz nett.
“Central Two-O-Nine” erninnert mich an Cajun Musik, Oldschool Blues und an die Soggy Bottom Boys aus dem Film O Brother where art Thou mit George Cloony.
„SilverRider“, fängt als Ballade an und wird dann eine fast grungige Hymne mit langem Instrumentalparts. Klingt sehr modern. Gehauchter Gesang. Könnte auch von Muse, Razorlight oder Arcade Fire sein.

Die zweite Seite stampft mit “You can´t buy my Love los”. It´s only Roch n´Roll but I like it.
„Falling in Love“ ist eine klassische Stehbluesnummer mit starken Countryeinschlag. Der Mehrstimmige Gesang erinnert mich wieder an……so vieles. Da steckt soviel Musikgeschichte drin. Ich kann förmlich die Schmalzlocke vor dem 50iger Jahre Mikrofon sehen.
Auch bei „Only Sound of Matter“ fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Bob Seger und Bruce Springsteen mit Led Zep. gemixt. Der Zeppelin schwebt über allem. Die Zeitsprünge erscheinen gigantisch

Düster beginnt der letzte Song auf Seite 2: „Monkey“, düster bleibt es auch, sphärisch, im Hintergrund zersägt der Bass die heile Welt.

Die letzte Seite beginnt mit dem Cover eines Folk-Blues Klassikers, mit einem Banjo, das schön klar aus meinem linken Lautsprecher kommt. „Cindy I’ll Marry You Someday“

„Harms Swift Way „ von Townes von Zandt drückt Robert Plant auch seinen ganz eigenen Stempel auf. Kräftig klingt das Stück. Wie frisch geschrieben.

“Satan your Kingdom must come Down”. Obwohl minimalistisch instrumentiert oder gerade deswegen schafft Plant hier eine Atmosphäre, die mich als einsamen Bluesmusiker an einer leeren Kreuzung stehen lässt, damit ich mein Seele dem Teufel für meine Karriere verkaufen kann. Wird der Song mich retten?

Zum Abschluss wird es dann doch etwas psychedelisch ein vertontes Gedicht „Even shall this pass away.“

Fazit: Nie hat mich ein alter Musiker Held meiner Jugend so überrascht wie Plant mit seinem neuen Werk. Sein persönlicher Trip durch die Musikgeschichte und dem leichten Led Zeppelin / Robert Plant. Lieblingssongs? Schwer ein durchgängige gute Platte mit Highlights je nach eigener Stimmung.

So und jetzt hör ich die Scheibe gleich noch mal und danach zieh ich mir noch den Soundtrack von „Brother where art thou“ rein. Yes.

Uwe Abel

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