Falkensee eine Stadt mit Barrieren?

Mir ist als wäre es gestern gewesen. Dabei ist es schon im Mai gewesen. Im Rahmen der SVV vom 26.05.2010 stellte ich auch einige Fragen zum Thema Barrierefreiheit.Ich kritisierte unter anderem, dass das neue Wegeleitsystem nicht auf die Bedürfnisse von Menschen mit Handicap ausgelegt ist. Bei der Planung in vielen Bereichen wird sich nur auf alte DIN Normen gestützt und nicht die Bedürfnisse der Menschen mit Handicap berücksichtigt. Und jetzt auch noch das:
http://www.maerkischeallgemeine.de/cms/beitrag/11955471/61759/Falkensees-Stadtmitte-ist-nicht-barrierefrei-Tadel-fuer-Gesundheitszentrum.html

Ist ja schön, das es jetzt sogar Herrn Müller auffällt das unser Stadt beim Thema Barrierefreiheit erheblichen Nachholbedarf hat. Anscheinend war er wohl zu sehr mit dem Waldbad usw. beschäftigt. Wahrscheinlich hätte er das Thema weiter ignoriert, wenn die Integrationsbeauftragte der Stadt, Manuela Dörnenburg ihn nicht darauf gestoßen hat. Bei der Vielzahl der peinlichen Mängel, fragt ich mich, wer hier eigentlich die Einhaltung der überholten Normen überwacht hat. Eine Schlussfolgerung wäre aber auch, das wie von mir bereits erwähnt, die Normen die Bedürfnisse der Menschen mit Handicap nicht mehr ausreichend abbildet. Man sollte endlich eine Praxis bezogene Planung machen und sich nicht auf irgendwelche Uraltbestimmungen stützen. Bei einen Übergang kann sowohl der Bordstein abgeflacht werden und die Belange der Blinden berücksichtigt werden. Aber das macht ja Arbeit und kostet auch Geld, das Falkensee angeblich nicht hat. Das Geld für eine Stadthalle und ein Schwimmbad möchte Heiko Müller aber gerne locker machen. Ist das nicht auch eine Form der Diskriminierung?

Besonders nachdenklich stimmt mich die Reaktion von Heiko Müller auf den Vorschlag, die Erklärung von Barcelona zu unterzeichnen Damit würde sich die Kommune verpflichten, gleichberechtigte Lebensmöglichkeiten für Behinderte zu schaffen. Heiko Müller lehnte dies ab. Es bringe nichts zu unterzeichnen, ohne später auch Taten folgen zu lassen. „Machen ist mir lieber als Verpflichtungen auf Papier.“

Ja festnageln wollte er sich nicht lassen, Dann soll er mal aber machen, damit unser Zentrum, das Rathaus und das Gesundheitscentrum endlich Barriere frei werden. Das Recht auf ein barrierefreis Leben ist nämlich nicht nur im Grundgesetz verankert. Wenn Herr Müller weiter hier eine Blockadehaltung einnimmt, müsste man mal prüfen, ob man nicht auch auf anderen Wege etwas erreichen kann.

Ich hoffe Frau Döring bleibt am Ball und mach den Verantwortlichen mal etwas Dampf unter dem Allerwertesten.

Uwe Abel

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