Verraten und verkauft.

Ja so fühlen wir uns. Seit über 6 Jahren sind wir Mieter auf dem Siemens Technopark. Unser Vermieter war SRE und unser Verhältnis untereinander würde ich als ausgezeichnet bezeichnen.

Es gab eine Zeit des Umbruchs, wo wir überlegt hatten umzuziehen oder neu zu bauen, weil unsere Räume andersweitig genutzt werden sollten. Trotz des hin und her war alles eigentlich immer im Grünen Bereich. Bis zum Frühjahr des Jahres 2010. Wir wurden verkauft. Das heißt, das Gelände auf dem unsere Niederlassung steht wurde verkauft. Paribus, ein Investor aus Hamburg, der für B/S/H ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum bauen wird. Immerhin zwischen 460 und 700 Arbeitsplätze sollen geschaffen werden. Eigentlich sehr lobenswert. Uns wurde mitgeteilt, das wir dann in der Planung keinen Platz mehr haben und unser Mietvertrag April 2012 ausläuft. Man teilte uns mit, das wir aber auch früher raus könnten.

Schon bald merkten wir, das wir eigentlich für Paribus, tja wie soll ich es sagen, der letzte Dreck sind. Wenn wir Mängel meldeten wurden diese erst nach langen Drängen beseitigt und anstelle auf unser Anfragen zu antworten wurde uns ein Aufhebungsvertrag zugesandt. Anderseits wollte der neu Eigentümer unangemeldet bei uns Besichtigungen und Umbauten vornehmen. Wir sind natürlich auf der Suche nach einen Alternative.

Jetzt ist mir aber der Kragen geplatzt. Vor unser Niederlassung türmt sich der Müll. Die Grünflächen verkommen und das Laub wird auch nicht weggeräumt. Ein Winterdienst ist auch nicht vorgesehen. Hatte ich schon erwähnt, das unser Kunden meistens alt und gehbehindert sind. Wie gesagt reden. geht nicht. Ein Ansprechpartner wurde uns benannt. Auf Briefe wird ebenfalls nicht reagiert.

Heute landet bei mir ein neues Fax auf dem Tisch. Die Herren möchten die Fenster erneuern und das im Februar. Starke Leistung. Ich habe der Sache erstmal widersprochen und hoffe, das die endlich mal den Dialog suchen. Klar, die Fenster sind alt und eine Kältebrücke, aber muss das wirklich im Februar sein? Wo sollen denn meine Mitarbeiter arbeiten. Auch unser Betriebsablauf wäre erheblich gestört. Na, mal sehen wie das ausgeht.

Ich finde es jedenfalls traurig, das so eine arrogante Firma aus Hamburg uns kleinem mittelständischen Unternehmen das Leben so schwer macht. Aber wie heißt es so schön, man sieht sich im Leben immer zweimal.

Uwe Abel

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