Einen Euro für Schönwalde, den Schönwalde …….

…..ist fast pleite. Ja man mag den Song von Wencke Myhre „Eine Mark für Charlie“ hier umtexten wollen, wenn man so hört, wie die Politik in Schönwalde und anderswo mit den Geldern so um sich wirft.

Margitte Walter ist Kämmerin in Schönwalde und „not amused“. Nach 16 Jahren will sie sich zurück ziehen. Zum Abschluss wird der Haushalt, nicht wie in den vergangenen Jahren ausgeglichen sein. Ausgerechnet der letzte wird ein Loch aufweisen, ein sehr großes Loch. Kein schöner Abgang, aber definitiv nicht ihre Schuld.

Schönwalde muss mit einer Unterdeckung von gut zwei Millionen Euro rechnen. Frau Walter weiß nicht, wie sie dieses Loch schließen soll. Fast wie die Stadt Falkensee, dort sind es über drei Millionen.

Die Gemeinde hat im kommenden Jahr voraussichtlich deutlich weniger Einnahmen. Allein an Zuweisungen und Steuern fehlen eine halbe Million Frau Walter hatte schon immer gewarnt: „….dass uns die Krise im Jahr 2010 ereilt“, sagte die Kämmerin, die sich lieber geirrt hätte.

Folge: Die laufenden Kosten der Verwaltung werden ca. eine Million höher sein als die Einnahmen. Auch mehr Kreisumlage muss die Gemeinde zahlen.

Der Hammer ist aber; der Vermögenshaushalt, aus dem die Investitionen bezahlt werden sollen, reißt ebenfalls ein Riesenloch in Millionenhöhe. Ja und jetzt werden alle überrascht sein, weil allein für den Ausbau des neuen Rathauses mehr als eine Million Euro Eigenmittel eingeplant werden müssen.

Da sind die 100 000 Euro für den Jugendklub in der Siedlung und ca. 100.000 Euro viel für das neue Feuerwehrgerätehaus in Grünefeld wirklich nur Peanuts.

Tja, da hätte der Herr Bürgermeister wohl mal ein bisschen bescheidener beim Rathaus planen müssen. Ich kann den Frust der Kämmerin gut nachvollziehen. Herr Oehme setzt halt gerne seinen Willen auch gegen den gesunden Menschenverstand seiner Kritiker durch. Immer nach dem Motto nicht kleckern sondern klotzen, damit er sich in den Printmedien auch immer schön präsentieren kann. Alles zu seinem Wohle, aber nicht im Sinne der Schönwalder Bürger. Folgende Aussage unterstreicht das noch.

„Da müssen wir noch einmal darüber reden, was wir uns leisten können und was nicht“, sagt Bodo Oehme. Für ihn ist die Lage kritisch aber anscheinend nicht dramatisch. Schönwalde hat angeblich noch knapp zwei Millionen Euro in der Hinterhand.

Ja ja, wir haben´s ja. Aber wie lange noch?

Uwe Abel

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