Wer will das schon wissen? Baby an Bord!

Plötzlich waren sie da. Ich weiß gar nicht mehr wann mir das erste Mal so ein Aufkleber auf gefallen ist. „Achtung Baby an Bord“  Aufkleber zierten früher auch mein Auto. “ Atomkraft Nein Danke“, „Ich bremse nicht für Nazis“ usw. Als Vater zweier hübscher Töchter  bin ich aber nie auf die Idee mit einem bescheuerten Aufkleber „Baby an Bord“ durch die Gegend zu schippern gekommen. Warum auch?  Das macht nur den Lack kaputt. Ich glaube auch nicht das man damit automatisch Welpenschutz besitzt. Wird doch kaum einer seinen Fahrstil ändern um einen potentiellen Rentenzahler zu schützen, schon gar nicht weil man davon ausgeht, dass der Aufkleber nur ein Placebo ist. Wer fährt schon um 04:00 in der früh mit seinem Blag zur Arbeit? Ich nicht. Das ist wohl eher die Ausnahme. In der Regel wird der kleine Windelscheisser von Mami um 08:00 mit dem Fahrrad in den Waldorfkindergarten gebracht.  Da schwitzt Papi schon in der Bank oder wo auch immer.

Inzwischen hat sich die Beschriftung weiter entwickelt und wurde von den stolzen Nachwuchsproduzierern perfektioniert. An den Hecks einer ganzen Automobilgeneration Sharan 3 liest sich der Filmgeschmack ab. „Jolina, Kevin, Steven usw. sind da an Bord“ und das in Verbindung mit lustigen Bildchen.  Am Heck kann jeder Quasi die Gewinner der letzten Oscarverleihung ablesen. Fährt man dann mal an der Ampel neben die Familienkutsche sieht man die sauber auf dem Rücksitz aufgereihten Kindersitze; leer natürlich. Meine Güte drei Kinder! Haben die keinen Fernseher oder kein Internet? Muss man wirklich aller Welt mitteilen, wie fleißig man war um die deutsche Bevölkerung zu retten. Komisch ich habe noch nie ein Schild mit „Hasan, Aische, Gülay, Songül und Ali usw. an Bord“ gesehen. Die meisten unser Bürger mit Migrationshintergrund müssten vermutlich dann auch mal einmal rund ums Auto kleben und das sieht ja bei einer Mercedes E-Klasse oder dem 3er BMW echt scheiße aus.

Wohltuend war dann der Aufkleber den ich heute gesehen habe: „Ich habe keine Kinder mit bescheuerten Namen an Bord!“ Den kaufe ich mir 😉

Übrigens wenn man keine  Kinder hat, kann jeder die Welt auch mit folgenden Sinn freien Botschaften erfreuen. „Abi 2010“ zeigt an, das der Proletenporsche von Daddy gesponsert wurde. Diesen Spruch kann man ständig erweitern, bis man bei „Großeltern 2050“ angekommen ist. Sofern der fleißige Autobeschrifter nicht vorher „Scheidung 2025“ an seine Heckscheibe kleben musste.

Aber  wer will das wissen?

 

Uwe Abel

 

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Ein Gedanke zu „Wer will das schon wissen? Baby an Bord!“

  1. Hallo, habe Deinen Blog gelesen, weil ich ihn bei mir unter Tag-Surfer mit dem Stichwort „Aufkleber“ gefunden habe. Ich habe nämlich eine Webseite zum Thema „Im Sitzen pinkeln“ unter http://im-sitzen-pinkeln.de… und da gibt es ja auch jede Menge Aufkleber dazu. Ich schätze mal von den drei wohl am häufigsten vorkommenden Aufkleber 1. Keine Werbung 2. Bitte im Sitzen pinkeln und 3. Baby an Bord! ist wohl der letztere der unnützeste :-). Also interessanter Artikel. :-). Lieben Gruß. immi.

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