Die SPD in Schönwalde/Glien gibt Gas!

Ich freue mich, wenn mein Blog Wirkung zeigt, oder es irgendwelche Reaktionen gibt. Nun sieht es so aus als wollte man mich Lügen strafen und das finde ich gut. Hatte ich in der Vergangenheit die Schönwalde SPD und Matthias Beigel kritisiert, das sie der Alleinherrschaft Bodo Oehmes nicht entgegensetzen wollen, so passiert da jetzt wohl doch einiges.

Herr Beigel will sich informieren, z.B. bei den Kitas. Herr Oehme will ihn ausbremsen und fährt dabei selbst in die Leitplanken. Faktisch hat Herr Oehme Recht, moralischer Sieger ist in diesem Fall aber die SPD und Herr Beigel geblieben. Aber es geht weiter. Eine eigene Zeitung will die SPD herausgeben und so das Monopol der CDU brechen, die schon lange ein Infoblatt heraus gibt. Das Profil weiter schärfen, sagen wofür die SPD in Schönwalde steht. Beigel verspürt Rückenwind und fühlt sich stark aufgestellt. Er vermarktet sich und die SPD Schönwalde im Moment sehr gut. Man muss sagen, das er strategisch sehr professionell vorgeht. Nach Außen hin wirkt Bodo Oehme gelassen, hat er doch schon mehrere Parteivorsitzende der SPD „überlebt“. Klar Oehme beschreibt sich selbst als verlässlicher Partner. Fragt sich nur für was. Das er aus Schönwalde einen Durchfahrtsort mit Industriegebiet machen will und die Natur z.B im Erlenbruch am liebsten vernichten will?

Die CDU setzt vorwiegend Ihre Schwerpunkte im Straßenbau, Neubau des Rathauses und andern Bauvorhaben. Hier und da, wo sich die CDU Medien wirksam positionieren kann, wird auch mal was für Kitas, Schulen usw. getan.

Hat sich der Herr Bürgermeister doch neulich wieder um den Engpass an der Schönwalder Allee aufgeregt. Das Bezirksamt Spandau hatte Poller gesetzt, damit der Engpass noch größer wird. Das ist auch gut so. Wird dieser Engpass von Spandau nach Schönwalde beseitigt wird der Verkehr in Massen durch den schönen Spandauer Forst fließen. Falkensee würde sich freuen, weil dann viel Durchgangsverkehr von der Spandauer Straße nach Schönwalde verlagert würde. Das war es dann mit Schön im Walde. Aber das nur mal am Rande.

Die SPD muss nun nach legen und Ergebnisse präsentieren. Impulse und Anträge kommen in der GVV eher von der SPD als von der CDU, die nur noch Ihre Erfolge verwaltet. Aber Fakten schaffen ist jetzt wichtig. Fragen was die Schönwalder wirklich bewegt. Die Bürger aufzurütteln wird nicht einfach, geht es Ihnen doch unter Bodo Oehme auf den ersten Blick doch noch gut. Die zukünftige SPD Zeitung wird das dann publizieren. Auch meine Wenigkeit wird darüber kritisch berichten.

Beigel ist ein Stratege und zwar kein schlechter. Mich würde nicht wundern, wenn er zur Überraschung aller und vor allem von Bodo Oehme, einen ernsthaften Gegner zur Bürgermeisterwahl aus dem Hut zaubern würden. Ich persönlich würde es ja begrüßen, das man engagierte Mitglieder wie Ines Zock mit einbezieht und die Streitigkeiten begraben würde. Das würde Herrn Beigel sicherlich auch noch ein paar Sympathiepunkte einbringen. Wenn das Ziel ist Bodo Oehme aus den Sattel zu heben, sollten SPD und Grün Sozial gerecht an einem Strang ziehen.

Dann noch etwa in eigener Sache. Ich bin nicht als Anwohner einer anderen Gemeinde in Schönwalde, sondern als Mitglied der Piratenpartei aktiv. Auch in Schönwalde haben uns einige Bürger gewählt. Ich handele aus politischem Interesse. Meine Meinung spiegelt aber nicht unbedingt die Meinung der Piratenpartei wieder sondern meine persönliche und das ist auch gut so.

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2 Kommentare zu “Die SPD in Schönwalde/Glien gibt Gas!”

  1. Ich gebe dem Autor Recht. auch ich hatte Beigel am Anfang für einen Handlanger und Teilhaber am Oehme-System gehalten. Das Gegenteil ist wohl der Fall. Beigel und die SPD haben Oehme und die CDU ordentlich unter Druck gesetzt. Beigel hat seinen eigenen Kopf und setzt ihn geschickt ein. Man muss sich mal mit ihm beschäftigen: Ein Stratege, der sein Fach gelernt hat – erst bei Heide Simonis (die er ja wie in der „Schönwalder Rundschau“ zu lesen ist, am 20. Oktober nach Schönwalde zu einer Veranstaltung in den Schwanenkrug eingeladen hat) und dann bei Matthias Platzeck und Klaus Ness, dem anerkannten Chef-Strategen der SPD Brandenburg. In der UNICEF-Affäre war Beigel der lenkende Kopf hinter Heide Simonis. Bei der fr-online gibt es zu der Affäre noch ganze Dossiers online. Das Lesen lohnt sich: Immer wenn es für Simonis eng wurde – zum Teil auch aus ihren eigenen Fehlern, hat Beigel sie durch geschickte Pressearbeit gerettet und nebenbei dazu beigetragen, dass UNICEF trotz harter Gegenwehr heute transparent arbeitet. Er muss bei seinen Gegnern gehasst und gefürchtet gewesen sein. Dass er daher Feinde hatte, die dann über die FAZ (wen wunderts, denn FAZ ist Konkurrent der FR) ihn unter Feuer genommen haben, ist kein Wunder – sie wussten, wen sie hätten ausschalten müssen, haben es aber nicht geschafft. Weder juristisch noch politisch. Sie mussten im Endeffekt nach 12-Wochen-Presseschlacht alle aus dem UNICEF-Vorstand ausscheiden. Das zeigt, Beigel hat auch starke Nerven und Ausdauer. Und der Simonis-Besuch zeigt, anders als ich erst vermutet hatte, dass beide ein gutes Verhältnis haben und sie sicher nicht über ihn gestürzt ist – sonst würde sie wohl kaum nach Schönwalde kommen. Und sonst hätte auch SPD-General Klaus Ness Beigel wohl nie eingestellt für den Platzeck-Wahlkampf. Er muss von beigel überzeugt gewesen sein.
    Wie schlau Beigel ist, zeigt auch, dass er selbst nicht als Bürgermeister antreten will. Sehr schade, aber schlau: Als Neubürger wäre das noch zu früh. Beigel plant langfristig den Erfolg für die SPD. Und die Zeit sollte man ihm auch geben. Bodo Oehme muss sich wohl drauf einstellen: das ruhige Leben ist erstmal vorbei. Ich find das prima!

    1. Klasse! Ehre wem Ehre gebührt. Lasst uns mal nach vorn blicken. Beigel und seine Freunde machen das hier gar nicht schlecht. Gut geschriebener Kommentar. Im Gegensatz zu Bodos, Gefolgsleuten, die hier gerade mal ein „Bodo mach einen guten Job“ hin bekommen haben, kommen hier sachliche Kommentare und es wird mit Fakten gearbeitet. Ich habe meinen Standpunkt und werde ihn nicht wiederholen. Ich bin für eine vorwärts gerichtete Politik und will nicht dauernd zurück blicken. Der Vollständigkeit halber der Link zu Schönwalder Rundschau. Auch nicht schlecht gemacht. http://www.schoenwalder-rundschau.de/index.htm

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