Politisches Kalkül: Röding ist nicht der Retter der Bruno Gehrke Halle

Mein Freund Sven Dartsch schrieb über das Angebot Rödings zur weitern Nutzung der BGH.

Da lege ich die Stirn in Falten. Kommt da wirklich ein annehmbares und ein realisierbares Angebot für die Vereine? Ist das ganze nur ein Danaer-Geschenk? Stürzt dieses scheinbar großzügige Angebot die Vereine in die Krise?

Warum kommt das ganze so kurzfristig? Sind die Vereine überhaupt in der Lage eine solche Entscheidung kurzfristig zu fällen? Fragen über Fragen, die hoffentlich eine Antwort bereithalten?

Ich persönlich glaube ja nicht an den Gutmenschen sondern denke eher, das Herr Röding hier aus politischen Kalkül handelt: Erst eine Situation eskalieren lassen und sich dann als Retter aufschwingen und das gerade in dem Moment, wo ein berühmter Sohn des Bezirks sich anbietet bei der Rettung der BGH den Vereinen unter die Arme zu greifen. Warum konnte er diese Lösung nicht früher mit den Vereinen besprechen? Liegt es nun doch daran, das die angebotene Ausweichmöglichkeiten nicht ausreichen und nun Röding doch eine andere Alternative anbieten muss um nicht ganz das Gesicht zu verlieren. Bei all meiner Kritik an Röding und der CDU muss ich ihm bescheinigen, des er ein sehr cleverer Politiker ist. Mein endgültiges Urteil fälle ich aber erst, wenn ich von der SPD und den Vereinen weitere Informationen habe. Röding rettet nicht die BGH sondern höchstens sich selbst. Wenn alles klappt sind Ottke und sein Unterstützer die Retter, schade, das man die nicht wählen kann,

Uwe Abel

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5 Kommentare zu “Politisches Kalkül: Röding ist nicht der Retter der Bruno Gehrke Halle”

  1. Die Kosten sind für die Vereine nur durch Unterstützung der Bevölkerung zu tragen und man kann dies nur bis zu einer bestimmten Zeit durchziehen.
    Selbst wenn man die Vereinsbeiträge um 100 Prozent erhöht, wird es die geforderten 30.000 euro für die Nebenkosten nicht annähernd erreichen.
    Diese Vereine arbeiten ehrenamtlich und die Überschüsse halten sich, wenn überhaupt, in Grenzen.
    Deswegen wird dieses Thema weiterhin noch längere Zeit aktuell bleiben.
    Dieses Angebot ist nicht die Endlösung.
    MFG

    1. Warum sollte ‚die Bevölkerung‘ den ‚Luxus‘ einiger – im Vergleich – Weniger unterstützen.

      Die Vereine können Hallen nutzen die Ihnen kostenfrei / -günstig vom Bezirk zur Verfügung gestellt werden. Das ist aber anscheinend nicht genug. Wie würden Sie reagieren, wenn Sie jemandem einen Smart schenken wollen, der jenige aber darauf sagt: „Einen Smart???, neeee, das muss schon mindestens eine E-Klasse sein!“

      Die Forderungen der Verein sind mit unter unverschämt. Ich kenn die Situation aus anderen Städten recht gut. Da bietet die Verwaltung eine Anzahl X an Hallen an, darum können sich die Vereine bewerben. Abhängig von der vorjährigen Vergabe, der Mitgliederzahl, des Angebots wird dann entschieden, welcher Verein welche Halle zu welchen Zeiten nutzen kann. Wenn nun eine Halle (z.B. aus wirtschaftlichen Gründen) nicht mehr zur Verfügung steht, kann man sich auch nicht darum bewerben. Da würde sich keiner noch stark machen und einen Standort retten, weil es die Verein so wollen.

      Ich hoffe, dass die BGH nicht mehr länger als Politikum missbraucht wird. Entweder die Verein akzeptieren die Lösung oder nicht, aber dann muss Ruhe sein.

      Ich werde den Luxus dieser paar Sportler nicht unterstützen. Anscheinend hat Herr Röding seine Zeit damit verschwendet sich für undankbare Verein stark zu machen und eine Lösung zu finden …

      Den nie zufriedenen Vereinen sollte man die Rote Karte zeigen …

  2. Und das habe ich gern getan (das Schreiben) 😉

    Warum?

    Weil es den Unterschied zeigt zwischen Politikern die gerne Reden, Demonstrieren, mit dem Finger auf die “Gegner” zeigen anstelle sich konstruktiv mit einzubringen. Die Sandköpfe haben schnell die Rote Karte gezückt … berechtigt? sicherlich nicht … aber welche Vorschläge kamen denn, wie der Betrieb in der BGH – die so geliebt ist – weiter geführt werden kann? Ich kenne keinen der aus der Richtung kam.

    Es ist leicht zu rufen “Sie war’s, Sie war’s … (mit tief verstimmter Stimme) Er war’s, Er war’s!” (einen schönen Gruß an Monti Python’s “Das Leben des Brian”). Wer ist denn Schuld an der Situation, dass Spandau sparen muss, die Parteigenossen derer die jetzt jammern.

    Röding mag in deinen Augen vielleicht nicht der Gutmensch sein, aber du kannst nicht bestreiten, dass er in der Angelegenheit der Aktivmensch war.

    1. Jaja, wer die Hände in den Schoß legt, muss noch nicht untätig sein. Gerade in der Sache Sven Ottke, hat man vielleicht die Genossen aufs Glatteis geführt. Sehr geschickt haben die Herren der SPD sich nicht verhalten. Ihnen mangelt es an der Cleverness, die Herr Röding anscheinend im Überschuss besitzt. Nur kein Neid. Die Gerechtigkeit ob siegt.
      Eines ist Fakt:
      Die SPD ist schuld, das Spandau so extrem sparen muss.

  3. Ich lege, ob Ihres Kommentars die Stirn in Falten, Herr Abel.

    Fakt ist:
    Der Mietvertrag musste (!) aus rein finanziellen Gründen heraus gekündigt werden. Der Bezirk hat 20 Mio. Euro Schulden. Der Finanzsenator verlangt einen Sparplan in Höhe von 5 Mio Euro jährlich.

    Mit der Kündigung wurde der BIMA durch Stadtrat Röding Verhandlungsbereitschaft für eine Teilfläche signalisiert, da der Bezirk sich die aktuellen Konditionen nicht mehr leisten kann.

    Ehe Sie das Angebot an die Vereine kritisieren, sollten Sie sich die Mühe machen, es sich mal durchzulesen. Das können Sie gerne unter http://www.berlin.de/ba-spandau/presse/archiv/20100910.1415…. bzw http://www.berlin.de/imperia/md/content/baspandau/eckpunkte_… tun.

    Das Grobangebot:
    Der Bezirk schließt für 3 Vereine (!) den Mietvertrag (da diese keinen Vertrag von der BIMA bekommen hätten) und übernimmt die nunmehr deutlich geminderte Miete in Höhe von max. 30.000 Euro. Die Vereine müssen die Kosten für die entstehenden Nebenkosten selbst tragen. Das sind rund 25.000 Euro pro Jahr.

    Über all diese Punkte wurden die Vereine von Stadtrat Röding heute in einem persönlichen Gespräch informiert.

    Die Vereine haben nun eine Woche Bedenkzeit. Dafür dass die betroffenen Vereine immer betont haben, das Geld aufbringen zu können, sollte die Zeit aus meiner Sicht ausreichen.

    Sven Ottke hat mit dem Zeitpunkt des Angebots nichts zu tun. Im Gegenteil. Ich habe heute persönlich mit einem Mitarbeiter von Sven Ottke telefoniert. Sven Ottke wusste nicht, dass er für eine Kampagne der SPD Spandau missbraucht wird – wie übrigens so machner der plötzlich auf der Unterstützerliste der AG Bruno-Gehrke-Halle auftauchte. Der Mitarbeiter von Ottke wollte sogar wissen, warum der Bezirk die Halle nicht schon viel früher geschlossen und für die teure Miete eine neue Halle gebaut habe.

    Tatsache ist, dass die BIMA eben auch nur eine Behörde ist, deren Mitarbeiter nicht nur krank werden, sondern auch in den Urlaub gehen können und in der Vorgänge erst dann bearbeitet werden, wenn sie dran sind, auch wenn in Spandau der Aufstand geprobt wird. Ich finde es dennoch bemerkenswert, dass Carsten Röding trotz der doch zum Teil persönlichen Diffamierung für die Halle weiterverhandelt hat – mit Erfolg.

    Glauben Sie mir, niemand hat es nötig sich über Wochen der öffentlichen Kritik für einen Sachzwang auszusetzen, um sich dann später als Held feiern zu können. Das hätte er auch einfacher haben können.

    Thorsten Schatz
    Geschäftsführer der CDU-Fraktion Spandau

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