Der Marktschreier aus Nauen. Ein Blatt zum Schreien!

Zugegeben ich bin ja nur ein Laienschreiber und auch einfach gestrickt. Ich gestehe auch, das ich hier schon einiges verbrochen habe, trotzdem schreibe ich jetzt mal über Profis? Mit großem Fragezeichen.

Was liest Man(n) oder Frau im Havelland außer der MAZ? Meistens Brawo, das Stadtjournal, Preußenspiegel usw. An anderer Stelle wurde sich schon kompetent darüber geäußert. Auch über das fast neue Blatt, das mir inzwischen als neunte Ausgabe vorliegt. Der Marktschreier! Der Name ist Programm, möchte man doch beim Lesen dieses Werbeblattes am liebsten Schreien.

Der Schreibstil erinnert nicht nur an die übelste Boulevardpresse, nein teilweise ist das übelster Populismus und erinnert an die Zeit, wo die Presse für übelste Propaganda mißbraucht wurde. Verantwortlich dafür ist Gary Koch, der auf Seite zwei doch sehr verkniffen den Leser anlächelt. Mir ist das Lächeln beim Lesen vergangen.

Schon in den ersten Ausgaben fand ich einiges, sagen wir mal, sehr kritisch bis merkwürdig. Jetzt mit der aktuellen Ausgabe #9, glaube ich ist Gary Koch endgültig zu weit gegangen.

Einmal geht es in mehren Artikeln und Kommentaren darum, das der Bürgermeister von Nauen, Herr Fleischmam dem Mineralölhandel Schmidt GmbH & Co KG. die Betriebserlaubnis im Gewerbegebiet zu den Luchbergen verweigert hat. Es ging hier um die Entsorgung von Abfällen, vor allem aus Kfz-Werkstätten.

Die engagierten Bürger hatten Bedenken, das sich für Sie dadurch Nachteile ergeben und dagegen demonstriert. Offensichtlich hat Herr Fleischmann den Bürgerwillen ernst genommen und trotz eines fraglichen wirtschaftlichen Vorteils den Schutz der Bürger in den Vordergrund gestellt. Die Angst vor Lärm, Gerüchen usw. ist durchaus berechtigt. Auch der LKW Verkehr stellt nicht nur für die Kinder auf dem Schulweg eine Gefahr dar. Vielleicht möchte Herr Koch ja die Firma gerne als Nachbar haben. Man fragt sich, warum er sich so vehement für das Unternehmen einsetzt.

Bedenklich sind allerdings auch die Unterstellungen, die Herr Koch in seinen Artikeln verbreitet. Wäre ich damit angesprochen würde ich mich mal von meinem Anwalt beraten lassen. Beispiel: „…lieber sollten die Autowerkstätten Ihre Alten Filter, Öl und sonstigen Dreck von Container-Willi abholen lassen, der es illegal in die nächste Kiesgrube bringt…“ Ich hoffe es handelt sich um eine fiktive Firma, oder Herr Koch kann seine Aussagen beweisen. Nicht minder bedenklich ist folgende Aussage:“ Hat da vielleicht ein Beamter Angst, das der Umsatz von Container Willi einbrechen könnte….. und damit auch das schöne regelmäßige Bestechungsgeld für das weg schauen an der Kiesgrube nicht mehr so üppig fließt?“ Oha, heftige Unterstellung, das hat nun nichts mit seriösem Journalismus zu tun.

Die Bemühung für Arbeitsplätze zu kämpfen in allen Ehren, aber nicht mit solchen Methoden und dann noch den engagierten und besorgten Bürgern vor den Kopf stoßen.

Auf Seite 19 gibt es dann noch etwas, was mich persönlich betrifft. Mein Kinder haben entsetzt aufgeschrien. Auf besagter Seite befindet sich ein ziemlich brutales Foto eines toten Hundes. Mein Kinder werden wohl Alpträume davon haben. Ich finde so ein Bild hat hier nicht zu suchen. Ich sehe hier eine Verletzung des Jugendschutzes usw. ich werde mich mal informieren, ob man hier rechtlich vorgehen kann. Sich für den Tierschutz einzusetzen, unterstütze ich, aber nicht mit solchen Bildern, die jedes kleine Kind durch Zufall sehen kann.

Fazit: Der Marktschreier in dieser Form ist überflüssig und ich kann nur hoffen, das Herr Koch in seine Schranken verwiesen wird. Ich hoffe die Bürger und Firmen, die hier Anzeigen schalten, werden dem Blatt die rote Karte zeigen. Ich werde jedenfalls, sofern der Marktschreier noch mal in meinem Kasten landen sehr genau prüfen, was dort alles geschrieben wird.

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4 Kommentare zu “Der Marktschreier aus Nauen. Ein Blatt zum Schreien!”

  1. „Auf Seite 19 gibt es dann noch etwas, was mich persönlich betrifft. Mein Kinder haben entsetzt aufgeschrien. Auf besagter Seite befindet sich ein ziemlich brutales Foto eines toten Hundes. Mein Kinder werden wohl Alpträume davon haben. Ich finde so ein Bild hat hier nicht zu suchen. Ich sehe hier eine Verletzung des Jugendschutzes usw. ich werde mich mal informieren, ob man hier rechtlich vorgehen kann. Sich für den Tierschutz einzusetzen, unterstütze ich, aber nicht mit solchen Bildern, die jedes kleine Kind durch Zufall sehen kann.“

    Schwachsinn!!!!!

    Genau hier sind solche Bilder richtig!!! Damit die Leute mal aufwachen und bemerken, was für schlimme Dinge in unseren Umgebung Tieren angetan wird und bisher niemand etwas dagegen getan hat. Obwohl doch bereits so viel über diese Vorfälle infomiert sind.

  2. Sehr geehrter Herr Abel,

    ich finde Ihren Blog – wie drückt man es vorsichtig aus? – grenzwertig. Sie überspitzen viel, manchmal zuviel, aber im Grundsatz haben Sie recht.

    Und dann dieser Artikel. Danke! Sie sprechen mir aus dem Herzen. Eigentlich passten Ihre Artikel vom Grundsatz zum Marktschreier, sie sollten dort als Schreiber anfangen, schreiben Sie doch auch das, was „die da Oben“ nicht lesen wollen.

    Und dann diese Merkwürdige 9te Ausgabe, ich habe wohl genauso geschrien wie Sie, Herr Koch hat klar das Ziel mit der Ausgabe verfehlt.

    Herr Koch, Sie tun gut daran, Herrn Abel als Redaktuer zu gewinnen. Und vielen Dank für den Link auf die Webseite Ihres neuen Schreibers, Herr Koch!

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