Archiv der Kategorie: Lieblingsscheiben

Meine Lieblingsscheiben auf Vinyl

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Wolfenstein – How to kill Nazis

Die 90iger waren so na ja, irgendwie nicht mein Ding. Es gab nur wenige Highlights, während ich eine Umschulung mitmachte, damit aus mir doch noch was Anständiges wird, wie man sieht ohne großen Erfolg. Musikalisch stand ich auf Nirvana und Metallica, was in den Charts lief war eh nur Müll Auto: Alter Granada Kombi nur mit Rostschutzfarbe gestrichen, ein Seelenverkäufer. Aber ich schweife ab. Mein erster richtiger? PC stand bei mir im Zimmer, Rechner von Escom unter anderem noch mit 5 ¼ Floppy Disc und 21 MB Festplatte. Ein guter Freund hatte mir eine Diskette kopiert. Darauf enthalten der erste richtige Ego Shooter Wolfenstein 3D. Das spiel machte irgendwie Spaß, wenn auch moralische zweifelhaft. Das mit den Nazis killen und Adolf abmurksen; okay. Aber warum zur Hölle musste man den die ganzen Schäferhunde killen? Die hatten wengistens etwas menschliches

Na ja das Thema Egoshooter hat mich nicht zum Massenmörder gemacht. Gespielt habe schon lange nicht mehr. Meine Antiaggressionstherapie war erfolgreich. Inzwischen gibt es ein neues Wolfenstein; New Order. Spielt merkwürdigerweise im Jahre 1960. ein amerikanischer Soldat wacht in einer Welt auf, in der die Nazis weiter die Macht haben. Ein furchtbarer Gedanke. Erinnert mich etwas an den Roman „Vaterland“ von Robert Harris.

Meine Verwunderung steigerte sich, als mir meine Tochter einen Youtube Link schickte und mir erklärte, dass dieses witzige Stück aus dem Soundtrack des Spiels stammte. Da wurde ich neugierig. Nun liegt tatsächlich rotes Vinyl auf dem Plattenteller. Limitiert auf 500 Stück. Ich habe die Nummer 99. Der Plattentitel ist nicht ganz ernst zu nehmen – Neumond Classics. Untertitel: „Die einzigartige Sammlung mit den größten Gassenhauern der 1960iger“. Ein gelber Stern verkündet: “Zum ersten Mal weltweit erhältlich“. Auch die Rückseite ist retrostyle und zeigt die Cover der vermeintlichen Singles.

Los geht´s: Berlin Boys und Stuttgart Girls. Swinging Sixties Nummer mit DooWoop. Von Viktor und die Vokalisten. Die nächst Nummer ist eine deutsche Version von House of the Rising. Klassische Volksmusik von Wilbert Eckart und seine Volksmusik-Stars. Das Haus Abendrot in Neuberlin. Schon witzig umgesetzt.

Schwarz-Rote Welle singt ich bin überall. Etwas Psycheldelic, etwas Sitar. Lila Morgen, das Tier mit den roten Augen schräger Text, dann schräge Schweineorgel. Erinnert mich irgendwie an die Deutsche Krautrockphase mit den Kosmischen Kurieren. Total Gaga. Den Abschluss bildet Hans, der seinen kleinen VW besingt. Duane  Eddy? Rock n´Roll.? Hat was von Summertime Blues.

Die zweite Seite beginnt mit einer Band die sich “Die Käfer” Mond, Mond, Ja, Ja. Na ja, wieder ein absolute Verarsche deutscher Volksmusik, gefällt mir. Karl und Karla, kommen mit einer Paul Anka Persiflage. Schunkelschnulze, aber lustig; „Mein kleine Liebling“

The Bunkers singen Toe the Line. Garage Rock at his Best. Erinnert etwas an Ballerspiel von den Abgehörten Telefonaten (auch aus einem Videospiel). Der Titel Wetraumsurfen sagt schon alles. The Comet Tails machen beste Surfermucke a la die Quitsch äh ´tschuldigung Beach Boys.

Den Abschluss bilden die Schäferhunde mit Zug nach Hamburg, bluesige Swinging Sixties Nummer.

Ich hatte erst Sorge, dass die Texte vielleicht doch in die rechte Richtung gehen. Tun Sie nicht, sondern nehmen den Größenwahn der Nationalsozialisten richtig auf die Schippe. Der größenwahnsinnige österreichische Malergeselle mit dem furchtbaren Bart, hätte die Musik sofort verboten. Ein musikalische Satireplatte, die Spaß macht. Vielleicht spiel ich doch noch mal eine Runde Wolfenstein 3D. Ach so auf You Tube gibt’s ne Hörprobe.

 

Uwe Abel

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Requiem für Johnny Winter

Ironie? Tragik? Die Veröffentlichung seines letzten Werkes konnte er mehr auf dieser Erde verfolgen. Angekündigt ja, aber die Früchte ernten nun Andere. So erschien nun das Letzte Album von Johnny Winter Posthum. Auch der Titel birgt eine gewisse Ironie „Step Back“ auf Deutsch zurücktreten. Sicherlich anders gemeint tritt Johnny Winter von seinem Job als genialer Blues Musiker zurück und gleich auch vom irdischen Leben.

Die Liste der Gastmusiker auf diesem Album liest sich wie ein Auszug aus der Top Twenty der Blues und Gitarrengötter. So wird dieses Album ungewollt, aber durchaus verdient zu einem epischen Requiem. Ben Harper, Billy Gibbons, Brian Setzer, Erik Clapton, Leslie West, Dr. John usw. Dem entsprechend hoch waren die Erwartungen als ich die LP aus rotem Vinyl auf den Plattendreher legte. Die Platte ist chuckberrybloodred.

Unchain my heart, ein softer Einstieg mit viel Bläser und Frauenchor. Könnte auch im nächsten Blues Brother Film auftauchen. Dann geht es ab. Jetzt wird’s dreckig Bluesrock mit Ben Harper, geniales Soli bei Can´t Hold out. Bei Don´t want no women hört man sofort Claptons virtuoses Gitarren Spiel heraus. Dazu Johnny´s Stimme, perfekt.

Who do you love. Johnny völlig alleine geile Riffs und Slides. Mein Lieblinsstück mit Pianosolo. Die erste Seite der LP neigt sich dem Ende, vorletztes Stück; instrumental, Okie Dokie Stomp, it´s Boogie Time. Unverkennbar, hier ist Brian Setzer von den Stray Cats mit am Werk. Den Schlusspunkt bildet Where can you be, auch hier zu erkennen wer mit am Werk ist. Ja, hört sich nach ZZ Top an. Gibbons, der Langbärtige gibt alles.
Zwei Götter Winter und Joe Bonamassa. Ich erstarre. Sweet Sixteen ist so slow und voller Dampf, das mir der Alk in der Ader gefriert. Johnny gesanglich auf dem Höhepunkt. So kann man nur spielen und singen, wenn man fast 70 Jahren den Blues gelebt und gelitten hat.

Auch Dobro kann er, geniale Old School Blues Nummer Death Leader. Auch Joe Perry von Aerosmith lässt sich nicht lumpen Mojo Hand ist eines der schönsten Stücke. Diese Soli….woah  Erpelpelle, Blue Monday mit Dr. John, ein würdiges Ende.

Der Schwanengesang des Johny Winter ist ein würdiger. Ich hoffe die gierigen Hände des Business lassen Johnny in Frieden ruhen und kramen nicht wieder alles raus, was sie noch so finden. Für Step Back gilt: Wer Bluesexperte sein will muss die Scheibe im Schrank haben.

Uwe Abel

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Mein Status Quo? Traurig, manchmal

Status Quo? Ja wie war meine aktueller Zustand 1979? Was bedeutet Status Quo eigentlich genau? Er bezeichnet den gegenwärtigen Zustand einer Sache, der in der Regel zwar problembehaftet ist, bei dem aber die bekannten Möglichkeiten zur Auflösung der Probleme ebenfalls problembehaftet sind. Das passt wie Arsch auf Eimer. Es ist das Jahr gewesen in dem meine Mutter gestorben ist. Sie wurde nur 56 Jahre alt. Das Auto war schneller und stärker als sie. Ich war 15. keine leichte Nummer so als Teeni in der Pubertät………..

Eigentlich hatte alles ganz gut angefangen. Dank Taschengelderhöhung konnte ich meine Plattensammlung ausbauen. Tubeway Army, The Police, The Strangelers konnte ich mein Sammlung hinzufügen, Blond war dabei und Queen Lives. Andere, wie B´52 , Zappa und The Residents hatte ich damals noch nicht auf dem Schirm. Beide ließen sich unendlich fortsetzen. Aus dem Radio quoll der übliche Disco Chart Müll, den ich mir in den Ferien auch gefallen lassen musste. Schließlich wollte ich ja was von der hübschen Tochter des Hoteliers in Bayern. Es war unser letzter gemeinsamer Urlaub in Höslwang am Pelhamer See. Immerhin mit I was made for Lovin you von Kiss kam ich bei dem Traum meiner schlaflosen Nächte zum Erfolg.

Ich verdränge das genaue Datum, irgendwo in der Schublade liegt noch der Zeitungsartikel mit der genauen Beschreibung. Nur das es ein Montag war, i don´t like Mondays, ging mir nie aus dem Kopf. Die Koch AG Schule fuhr zur GASAG Schulküche, meine Mutter wollte mit. Also wartete ich nach der Schule vor Hertie in Siemensstadt. Ich wartete ziemlich lange. Zu dieser Zeit war meine Mutter schon auf dem Weg ins Krankenhaus Lynarstraße/Spandau verstorben. Als es dunkel war fuhr ich mit dem Fahrrad nach Hause, nicht einen Gedanken verschwendet, dass etwas wirklich Schlimmes passiert sein könnte. Das änderte sich, als ich den Polizeiwagen vor der Tür sah und mir ein Beamter die Tür öffnete.

Zur Beerdigung wurde ich von meinem Vater ins Fußballcamp abgeschoben um mich abzulenken. Ich weiß bis heute nicht, ob ich nicht doch lieber bei der Beerdigung dabei gewesen wäre. Wir hatten mehre Trainingseinheiten, Spiel gegen regionale Verein, die wir alle ziemlich deutlich verloren und natürlich Abendprogramm. Nach dem letzten Spiel, das ich zwar mit einem Tor, aber auch mit einer roten Karte beendete ging es in die Dorfdisco. Da lief dann; genau Whatever you Want, der Titeltrack der 1979iger LP von Status Quo fängt an wie ein Stück von Nazareth, aber dran gibt es Status Quo. Gefiel mir! Die ganze Scheibe ist einfach Musik die ins Blut geht. Also vor der Abfahrt noch schnell in de n örtlichen Plattenladen und wirklich, die hatte so viele, das sie welcher verkauften mussten.

Neben dem Titeltrack sollte man sich noch Who asked you, Your smiling Face anhören und dan wäre da noch Living on an Island die zweite Singel Auskoppelung, etws softer.Auf der zweiten LP Seite heiß es Come Rock with me, komm lass uns tanzen. Die ganze Scheibe rockt. Runaway gibt richtig Gas.

Jedes Mal wenn ich die Scheibe im Regal sehe, mit dem Pinguin in Strapsen auf der Rückseite muss ich schmunzeln. Vorne sind Hollywoodstars zu sehen, als Reporter würde sicherlich auch als Klappcover gut aussehen. Das Lächeln verfliegt schnell, denn die Erinnerung an den Verlust kommt dann auch wieder hoch. Mann muss sich damit abfinden, andere hat es noch schlimmer getroffen. Das Leben ist eine Reise die nach Hause führt. Ich hätte allerdings gewünscht, dass meine Mutter nicht so überstürzt abreist. Whatever I want……..

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Das bringt mich auf den Palmer

“Nee, dit heeßt uff die Palme”. “Moment, ich erklärs Dir, kann aber dauern”:

Was für ein Jahr. 1980, die 70iger waren zu Ende was würde das neue Jahrzehnt bringen? Für mich? Für Berlin, das noch nicht wusste und ich auch nicht, dass in neun Jahren die Mauer fallen würde. Für mich war das Leben eine einzige Party Ich hatte die Musik entdeckt und war Stammgast im Ralf´s Musicland. Neben den üblichen Mainstream hatte ich David Bowie Scary Monsters, Morak (Shizopunk), Blondie (Atomic), Fisher Z mit So long (Going Deaf for Living), The Jam mit Setting Sons, Manfred Mans Earth band (Change) und natürlich nicht zu vergessen das Meisterwerk von Pink Floyd the Wall. Dann war da noch John Lennon mit Yoko One mit Double Fantasy und sein Tod. Ich entdeckte deutsche Musik mit Fehlfarben Extrabreit und und. Ich könnt darüber tausend Geschichten erzählen.

Aber auch meine persönliche Lieblingsband Barclay James Harvest war am Start, zwar nicht mit einem Album aber dafür mit einem Gratis Konzert am 30. August 1980 auf dem Platz der Republik vor dem Reichstagsgebäude in West-Berlin. Mein erstes Openair mit 175.000 Besuchern. Na ja, aber wir wollten über Schallplatten reden. Reichlich Taschengeld und diverse Extrazuwendungen der Verwandtschaft flossen in meine Sammlung. Darunter auch das Album Telkon von Gary Numann und über die Scheibe die ich heute schreiben wollte. Das mit den Spannungsbogen hat sich recht schnell erledigt. Wenn ich von Johny and Mary spreche klingelt es bei den meisten. Es geht um Robert, nein nicht um Roobäärt, sondern um Palmer. Robert Palmer starb viel zu früh im Alter von 54 Jahren am 26.09.2003, aber nicht ohne einige musikalische Meilensteine zu hinterlassen. Einer davon ist ….

Clues von 1980, Hinweise. Der Titeltrack hieß Looping fror Claes. Suche nach Hinweisen Der Track schaffte es immerhin auf Platz 3 (26 Wochen) der Charts. Johnny and Mary (41 Wochen) immerhin auf Platz 7 der deutschen Charts. Die LP landete auf Platz 6 und hielt sich dort 44 Wochen. Nur für die Nummer 1 reichte es nicht. Kein Wunder bei der Konkurrenz. Dabei hatte er durchaus prominente Unterstützung.

Chris Frantz von den Talking Heads (Once in a Lifetime) saß an den Drums. Palmer hatte vorher Percussions auf dem Album der Talking Heads (Reamain the Lights) gespielt. Andy Fraser von Free wirkte auf zwei Songs mit. Und natürlich Gary Numan, der als CO Autor bei Found you now geführt wird und bei I dream of wires sich selbst mit covert. Er spielt die Keybords. Not a second Time ist ein Beatles Cover vom Album With the Beatles. Allerdings hat Palmer hier noch eine Strophe dazugedichtet.

Oft wird das Album auf die beiden Hits reduziert. Mann sollte sich aber nicht täuschen lassen und genauer hinhören. Sulky Girl ist ein Rocker der einen au den Danceflor treibt, hätte auch von den Stones stammen können. What do You care erinnert an Look fror clues, etwas schneller und etwas mehr in Richtung Ska.

Die zweite Seite beginnt mit Dreams of Wires. Zum Anfang noch sehr an dem Original entfaltet sich dieser Song zu einem Pop Wave Stück mit überraschenden Einlagen. Woke up Laughing ist ein fröhlicher Pop Song.

Not a second time ist wieder rockiger, hätte auch das Zeug zum Ohrwurm gehabt. Was man so aus einer alten Beatles Nummer machen kann. Das letzte Stück ist wieder waviger, der Einfluss von Numann ist deutlich zu hören wirkt etwas orientalische mit Funky Guitar Einlage. Ein würdiger Abschluss. Eine tolle Scheibe, trotzdem ist es alleinig Johnny und Mary, welches mir tagelang im Ohr bleibt.

Uwe Abel

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Strange Brew

Ein Starkes Gebräu oder auch seltsames Gebräu besangen die Herrn von Cream. Musik die berührte, die Hand gemacht war ohne schnickischnaki usw. Was gab es da für Rockhelden, Janis Joplin, Jefferson Airplane oder Deep Purple oder Uriah Heep und und. Blöd nur, wenn man zurzeit als diese Bands aktiv waren und Musikgeschichte geschrieben haben, selber noch mit der Trommel um den Weihnachtsbaum gerannt ist?

Nachdem man die Plattensammlung des großen Bruders durch hatte, musste man feststellen, dass diese Perlen nicht mehr käuflich sind und auch nichts Neues mehr machen. Shit! Später gab es dann Wiederauflagen und Flohmarktkäufe um die Lücke zu schließen. Nur Neues gab es nur selten und wenn, dann konnten die Damen und Herren nur schwer an alte erfolge anknüpfen.

Inzwischen waren aber die Kinder und Enkelkinder der Rockheroren mündige Musiker geworden und traten in die Fußstapfen ihrer Idole. Das taten Sie mit Präzision und Innovation. Nicht nur kopieren war angesagt, neu Impulse mussten her. Da mischte man mal einfach auch ein paar Stile und Bands zusammen. Wäre doch mal lustig wenn The Doors mit Jethro Tull und Black Sabbath was gemacht hätten. Gesagt getan, darum gibt es Bands wie Kadavar aus Berlin, Joss and the anicent ones, Vibravoid, Zodiac, Blood Ceromony und viele mehr. Starke Gebräue oft aus dem hohen Norden.

WOLVESPIRIT-Dreamcatcher-colour-LPDer neueste sehr starke Trank liegt gerade bei mir auf dem Plattenteller. Wolvespirit mit Dreamcatcher das zweite Werk der aus dem Würzburger Raum stammenden Band. In der Suppe schwimmen Doors, Led Zeppelin, Deep Purple (alleine wegen der Schweineorgel) Uriah Heep und natürlich Cream. Der Gesang der Frontfrau Debbie schwimmt zwischen Janis Joplin und Grace Slick (Jefferson Airplane). Manchmal erinnert mich der kraftvolle Gesang auch an Mother Finest. Trotz Retro und Vintage hört sich die Scheibe frisch an, als wäre sie erst heute erscheinen und wir würden den 04.01.1969 schreiben.

Schon der erste Track Blowin´up ist Programm und bläst die Hörgänge frei. Das Gebräu enthält Aromen von Doom und Jefferson Airplane mit einem Schuss Gitarre als Purple. In der Mitte des Stückes gibt es etwas Led Zeppelin, Kashmir lässt grüßen. Hippie Stoner Rock!

Holy Smoke rockt mächtig. Janis jammt mit Purple und Black Sabbath. Knaller. Das Orgelspiel preist den (Jon) Lord.

Fro, Venus I came. Wenn man Debbie so sieht und hört, könnte man das glauben. Die Orgel und die Riffs von Purple mit einer Prise Steppenwolf. Die Riffs könnten auch von Clapton zu Cream Zeiten stammen. Ein Song der einen treibt und immer glaube ich Jon Lord vor mir zu sehen, wenn die Orgel erklingt.

Der Titeltrack Dreamcatcher: Hammernummer, startet wie zu besten Black Sabbath Zeiten. Nur singt nicht Ozzy oder Dio, sondern Debbie. Tommy Iommi und Blackmore an der Gitarre covern etwas Cream. Die Mischung stimmt. Von dem Gebräu wird man Happy ohne Kopfschmerzen.

Auch die zweite LP Seite hat es in sich. Wieder eine Verbeugung vor Cream und Clapton: Crossroads, Bluesig und mit Janis, äh sorry mit Debbies Gesang, bevor die Gitarrenwand und die Orgel einsetzen.

Gypsie Queen, Schneller Song, Hört sich an als hätte man die Drehzahl erhöht, wirkt daher etwas heaviger bis wieder die Schweineorgel alles entschleunigt.

Raven ist eine etwas ruhige Nummer, fast schon eine Hippieballade a la Jefferson Airplane mit einem epischem Gitarrensoli.

Wake up. Weckt einen am Ende richtig auf. Solo wie von Jimmy Page, Drums und Orgel in Symbiose, mit hypnotischem Gesang zum Finale.

Spacetrippin oder Spacetruckin? Verbeugung vor der Livenummer Deep Purples. Hard Rock. Der Beat ist eher in der Stoner-Desert Rock Richtung zu suchen. Denkste kaum wippt man mit kommt die Orgel und der Song nimmt noch mal Fahrt auf.

Fazit: Eine Scheibe für alte Rocker und solche die Musik der 70iger lieben, aber gern mal was Neues hören wollen. Ein gut produziertes Album. !80 gr Vinyl in clear orange. Nur das Cover Artwork ist etwas misslungen. Aber besser so, als anders herum.

Hörprobe: http://www.youtube.com/watch?v=2MeQ70pNmak