Der tägliche Wahlkrampf #5

Ein sehr beliebtes Stilmittel im Wahlkampf ist das Interview.

Hier mal ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, bzw. wie es aussieht, wenn man selbst was bastelt und auf professionelle Hilfe verzichtet. Um das ganze zu lesen müssen Sie im Menü auf “Vita” klicken und etwas nach unten blättern.
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Das ganze scheint nur ein stummer Schrei nach Hilfe zu sein. Also bitte etwas mehr Substanz und Leidenschaft hätte es schon sein dürfen.

Hier das Gegenstück. Professionell gemacht, jedoch ehrlich und authentisch.

Professionelles Interview

Auch wenn man die Person nicht mag, hier merkt der Wähler, das ihm sie Gemeinde am Herzen liegt.

Uwe Abel

Putzen statt Unterricht

Falkensee Erst mal muss ich sagen, dass ich großen Respekt vor der Leistung der Schulleitung habe. Trotz Baumaßnahmen und Lehrermangel gelingt es einen fast normalen Unterricht zu ermöglichen. Für die Fehlplanung der Landesregierung kann die Schulleitung ja nichts.

Trotzdem muss ich meinen Ärger über die Kantschule in Falkensee loswerden. Eigentlich schade, dass gerade die Schule, die den Namen eines großen Aufklärers und Philosophen trägt, sich als kleingeistig erweist. Am 27.08.2011 sollte nun die Eröffnung des Kantjahres in der Schule gefeiert werden. Eingeladen waren Eltern, Lehrer, Ehemalige und Schüler. Dachten wir zumindest. Dann kursierte das Gerücht, dass die Schüler nicht eingeladen sind. Dafür sollten sie aber etwas zum Fest beisteuern, zum Beispiel Melonenschiffchen.

Seltsam? Aber es standen ja noch Elternabende an um den Sachverhalt zu klären. Beim ersten Elternabend bekam ich eine Liste mit wichtigen Terminen ausgehändigt. Als erstes stand wieder der Eröffnungsabend des Kantjahres auf der Liste. Laut dieser Liste waren die Schüler eingeladen. Auf Rückfrage wurde uns aber mitgeteilt, dass es wegen der Bauarbeiten keinen Platz gäbe. Am zweiten Elternabend von Tochter 2.0 das gleiche Bild. Wieder erklärte die Rektorin den Sachverhalt. Die Begründung diesmal. Es wäre eine Erwachsenenveranstaltung ab 19:00 es wird Wein getrunken. Es wäre nicht angemessen, wenn die Kinder dabei wären. Ich bin etwas verwundert über diese Bevormundung. Ich finde es einfach nur peinlich, wenn die Schule ihre eigenen Schüler erst einlädt und dann wieder auslädt. Da hilft auch nicht der Hinweis auf andere Veranstaltungen inklusive Schülerparty. Ich hätte den Abend gern mit meinen Kindern verbracht. Einige Eltern haben deswegen die Veranstaltung nicht besucht.

Eigentlich wollte ich darüber nicht schreiben, denn die Sache war für mich erledigt. Bis gerade eben. Meine Tochter informierte mich gerade über die aktuellen Vorkommnisse an der Kantschule. Sie fühlt sich gedemütigt und ausgenutzt. Anscheinend haben sich doch einige Eltern und Lehrer gefunden, die gefeiert haben und zwar anständig. Zitat meiner Tochter:” Wir durften den Dreck der Eltern und Lehrer wegmachen.” Sie mussten wohl die Turnhalle aufräumen und abwaschen. Meine Tochter empfand das ganze recht eklig. Die Aufräumarbeiten fanden während der Unterrichtszeit statt. Für meine Tochter fiel eine wichtig Vorbereitungsstunde zur Facharbeit aus. Liebe Frau Müller, so geht das nicht. Unsere Kinder gehen nicht um zu putzen in die Schule, sondern um etwas zu lernen. Die hier feste gefeiert haben, sollen bitte Ihren Dreck auch selbst wegräumen. Ich hoffe, dass dies nicht noch einmal vorkommt, oder die Kinder zumindest mitfeiern dürfen.

Uwe Abel